Hallo Ihr Lieben,
diese Woche stand bei mir ganz im Zeichen von internationalen Bekanntschaften.
Aber von vorn:
Eigentlich hatten wir gedacht, dass wir uns gut von dem Jetlag am WE erholt hätten.
HA! Schlimmer Fehler! Wir lagen beide in der Nacht von Sonntag zu Montag um 2h hellwach im Bett. Wie überflüssig! Also waren wir an unserem ersten Arbeitstag eher im Zombi Modus unterwegs...
Sport viel - trotz all der guten Vorsätze - so erstmal aus...
Am Dienstag hatte Stefan seine erste facetime Zeit mit seinen Eltern. Da skype uns hier auch nach Monaten noch immer im Stich läßt, hat er sein iPad in Deutschland gelassen und kann so nun endlich störungsfrei mit seinen Eltern chatten. Es lebe Apple :)
Danach haben wir es uns gemütlich gemacht.
Mittwoch war ich mit Seven zur Massage verabredet, das war auch dringend notwendig.. man war ich danach tiefenentspannt :)
Tja.. auch nach drei Jahren ist man noch immer nicht so ganz in der chin. Kultur zu Hause.
So hab ich Trottelkind glatt vergessen, dass am Donnerstag "LaternFestival" ist und somit das chinese new year offziell zu Ende ist.
Tja.. als ich dann zu carrefour wollte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen, als ich all die Herrscharen in der Food Abteilung sah. Traditionell isst man nämlich an diesem Tag "yuan xiao" (süße Klebereis Dumplings) mit seiner Familie.
Und halb Shanghai schien das auch just in diesem Moment eingefallen zu sein. Oh man... Quasi wie an Feiertagen bei Real, nur dass das alle Feiertage auf einmal gewesen sein müssen. HILFE!
Und überall diese Promoter mit ihren quitschigen Megaphonen.. und nein, einen Mindestabstand haben die nicht, die stehen Reih an Reih und scheinen sich einen Wettkampf zu liefern, wer wen in welcher Tonlage überbieten kann... da haben auch keine Kopfhörer geholfen.
Nützte aber nix, Essen brauchte ich trotzdem, sonst hätte ich am Freitag Mittag hungern müssen.. Und das kommt nicht infrage! :D
Endlich alles beisammen, jetzt "nur noch" anstellen.. Ah, da ist die andere Hälfte aus Shanghai, an der Kasse... Alle Schlangen gingen bis tieeeeeeeeeeeef in die Regalgänge.. nur eine nicht.. da waren höchstens 5 Leute.. merksam. Egal.. zack, dort angestellt, und schnell bin ich dahinter gekommen, warum dem so war. Als letzter in der Schlange stand ein hübscher junger Mann, so Mitte 20. Allerdings - wie auch immer die korrekte politische Bezeichnung derzeit lauten mag - Farbig.
Wer Chinesen kennt, weiß, dass es ihnen nie weiß genug sein kann... Handcreme, Zähne, Achselhöhlen.. alles muss mit Weissmachern behandelt werden... da sind denen natürlich schwarze Menschen sehr suspekt. Warum auch immer...
Mit dem jungen Mann bin ich schnell ins Gespräch gekommen. Aus New York sei er, und seit 6Monaten in Shanghai.
Meine Begeisterung, mal eben einen waschechten NewYorker kennenzulernen konnte er allerdings nicht so ganz verstehen.. aber hey, wie oft wäre mir das wohl in WOB passiert?! :)
Grinsend heim, das Rezept ausprobieren (Notiz an mich selbst: das nächste Mal erst einmal ausprobieren, bevor einem nix anders übrig bleibt als das Ergebnis mit zur Arbeit zu nehmen.. bääääääh...)
Dann stand noch facetimen mit meiner Familie auf dem Zettel.. Feierabend...
Und am Freitag war ich dann endlich mal wieder beim Boxen und Stefan seinen Kumpels zum zocken. Somit würd ich sagen, sind wir hier endlich wieder angekommen und im unserem "Shanghai Modus"
Samstag hab ich mich dann mit einer deutschen Freundin verabredet.
Sie ist relativ neu in Shanghai und so hab ich ihr versprochen, dass sie meine Stammdealer erben wird :)
Los gings erstmal mit nem lecker Spätstück bei einem belgischen Cafe in der Ausländer Gasse.. gut gestärkt sind wir dann rüber zum PearlMarkt.. erstmal bei meiner Schal Tante vorstellen und stöbern, weiter zu meiner SchmuckFee.. dort hatte ich etliches, was ich in Auftrag geben mußte (für meine Patenkinder, meine Schwiegermama und ich hatte auch das ein oder andere Stück, was repariert werden mußte...) Susanne mußte dann weiter zu ihrem ersten Yoga Kurs und ich bin wollte eigentlich nur kurz heim, frisch machen.
Da hab ich aber die Rechnung ohne diese vermaledeiten Shanghai Taxifahrer gemacht.. Ich stand ca. 20min an der Straße und hab gewartet und gewunken.
Etliche freie Taxifahrer fuhren vorbei. Einer hat mich gesehen, und prombt sein Taxometer umgeklappt, dass er besetzt sei, kaum an mir vorbei, hat er es wieder hochgeklappt! Grrrrrrrrrr.. ein anderer wollte mich nur nach Pudong fahren (also gen Flughafen..) nein danke, einfach heim wäre grad toll.. nix zu machen. Entnervt hab ich UBER genutzt... Ich LIEBE es.. ich kann auf englisch (ein RIESEN Pluspunkt bei der APP) einen Fahrer bestellen. Der ruft dann meist an, wo ich denn genau wäre.. einziger
Haken.. immer schön gucken, dass jmd greibar ist.. dieses Mal hats nen Parkplatzwächter erwischt.. kurz warten, evoila.. hat man einen "privaten" Fahrer.. also nix Taxiunternehmen.
Ein paar mal haben wir das schon so gemacht. Aber dieser hat den Vogel abgeschossen.. privates Auto, blitzesauber (und nicht so .. ähm klebrig wie manche der Shanghai Taxen die wir schon erwischt haben), die Fahrweise: ein Traum, man übersteht die Fahrt ohne sich den Halswirbel auszurenken) und man kann nicht "beschissen" werden, da man die Fahrroute danach per eMail erhält. Zudem haben wir bislang IMMER weniger gezahlt als mit nem offiziellen Taxi.
Dieser Fahrer war ganze 7 Jahre in den USA, was unschwer an seinem Akzent zu erkennen war. Und so hatten wir eine höchst unterhaltsame Rückfahrt :)
Geht doch.
Kurz frisch gemacht. Weiter gings zum Essen.
Wieder mit Uber.. dieses Mal mußten wir allerdings ganz schön warten.. der Fahrer rief dann 2x an um sich zu entschuldigen, auch auf englisch samt SMS, dass er im Stau steht.. bringt uns nicht schneller zum Essen, war aber sehr nett. Der Fahrer selbst war ein junger Bengel, der anscheinend Erfahrung hatte.. Tür auf halten, Wasser (Evian) für jeden. Im Auto dann:
kostenloses W-Lan (!), Ladestation fürs Handy.. wahnsinn... Entsprechend zu spät, aber mega entspannt, kamen wir zum Essen
Lecker Sushi (Restaurant wurde von Sadi ausgewählt, danke nochmal dafür) und Gesellschaft.. so mag ich das. Weiter gings dann zum Barbarossa (eine Bar nebst Restaurant, oder andersrum) im PeoplesPark. Sehr orientalisch angehaucht.. Kurzum: ein rundum perfekter Abend :)
Sonntag wollten wir eigentlich zu einem franz. Crepe Restaurant, frühstücken... natürlich waren wir etwas spät dran und haben es dann auf die schnelle nicht gefunden. Aber verhungert ist ja in Shanghai noch
keiner, also einfach eine Alternative gefunden...
Stefan ist danach heim, und ich weiter zu meinem ersten chin. Kochkurs bei "Cook in Shanghai"
Damit ich hier nicht den Rahmen sprenge, schreibe ich dazu einen separaten Eintrag...
Holt Euch schnell nen Kaffee.. dann könnt ihr in Ruhe weiterschmökern :)
Wir wünschen Euch einen schönen Tag
Take care
Stefan und Kathrin
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