Sonntag, 12. Oktober 2014

Paradis mit Hindernissen

Hallo liebe Leser,

nun wollen wir endlich mal wieder mit einem - für Euch hoffentlich
interessanten Bericht - starten.
Dafür haben wir nun endlich den perfekten Grund gefunden: National Days,
auch bekannt als "golden Week"
Anders als in Deutschland, wo es "nur" den Tag der Einheit gibt, wird hier
aus dem Tag eine ganze Woche
(ok, dafür mußten wir den Sonntag vorher "einarbeiten" und auch den
jetzigen Samstag.... aber was tut man nicht alles für SIEBEN FREIE TAGE?!)

Es gibt in China zwei wichtige Feiertage:
Das wäre zum einen "Chinese New Year", der meist dafür genutzt wird um die
Familie zu besuchen und die eben vorgestellte "Golden Week" die wird zum Reisen genutzt.
Und so hat man 2x im Jahr die größten Reisenwellen der Welt um sich, wenn
man denn so deppert ist und in China lebt und arbeitet :)
Das ganze kündigte sich schon ein paar Tage vor den Feiertagen an. Um zu
meinem Shuttebus zu kommen, muss ich nämlich zwei Stationen mit der Metro
fahren.
Da unsere Metro Linie 2 zwischen gleich zwei Flughäfen pendelt (der
internationale Pudong Airport und der nationale Hongqiao) war die natürlich
nicht nur randvoll mit Chinesen, sondern auch mit deren Gepäck.
Und so haben wir uns überlegt, dem ganzen ein Schnippchen zu schlagen und
sind am Tag 1 der golden Week noch in Shanghai geblieben.

Der Plan hat pefekt funktioniert, als wir dann am Donnerstag aufgebrochen
sind, war die Stadt bereits wie leer gefegt und wir konnten ganz gemütlich
mit der Metro zum Flughafen und haben sogar beide einen Sitzplatz ergattern
können. So mag ich das :)
Am Flughafen angekommen, das böse Erwachen!
Auf Empfehlung einer Freundin haben wir über Vietnam Airlines gebucht.
Dummerweise haben die unseren ersten Flug nach Nha Trang einfach gecancelt,
so dass Serena persönlichen in Hanoi bei denen aufgeschlagen ist um das
alles für uns zu kären (DANKE NOCHMAL DAFÜR!) Und so sind wir dann auf Da
Nang gekommen... mit einem Zwischenstopp in Ho Chi Minh City (ehemals
Saigon) und dann ein kurzer Weiterflug nach Da Nang, so der Plan.
Doof nur, dass wir genau 20min (!) für den interchange hatten... da ich
natürlich Sonnencreme und Co dabei hatte (und somit über den 1L Flüssigkeit
gekommen bin), mußten wir einen Koffer als Gepäckstück aufgeben und wurde
noch drauf hingewiesen, dass wir unseren Koffer dann in  Ho Chi Minh nochmal
aufgeben müssten. WIE BITTE?! Kurz auf die 20min hingewiesen.
Schulterzucken, auch die Managerin (immer mit Handy am Ohr) gab nur ein "da
kann ich Ihnen jetzt auch nicht helfen!" von sich.
HERVORRAGEND... daran war jetzt nix mehr zu ändern. Also mit einem mulmigen
Gefühl in den Flieger.
Stefan hat sich dann eine der Stewardessen geschnappt und auf unser
klitzekleines Zeitfenster hingewiesen. Die nette Dame ist sogar mit seinem
Zettel in der Hand zum Capitän und kam mit der Info zurück: kein Problem,
wir sind 20min früher da.
Aha..
Da wir immer noch nicht entspannter waren, haben wir nach der Landung
wieder gedrängelt und durften so mit der Business Class aussteigen. Dann
ging es in windeseile durch die Immigration (wir haben ja China verlassen)
und ab zum Kofferband... Stefan hab ich mit meinem Pass *irks*
vorgeschickt, damit er die Tickets klar machen kann und zur Not den Captain
persönlich ausknocken kann, bis mein Koffer und auch ich im Flieger sitzen
Ich bin in der Zwischenzeit wie ein Tiger im Käfig am Kofferband auf und
ab, auf und ab.. immer ein Auge auf die uhr...
Irgendwann konnte ich nicht mehr und hab mir einen Airport Mitarbeiter
geschnappt, der dummerweise gut englisch konnte. Zu gut in diesem Fall. Nach
dem ich ihn über meine verzwickte Lage in Kenntnis gesetzt hab, hat er mich
nämlich glatt gefragt, ob ich noch bei Sinnen sei, so eine Flugverbindung
zu buchen. Bitte?! Kurzes Gespräch mit vielen anderen Mitarbeitern denen
ich nicht folgen konnte, da vietnamesisch (die behaupten tatsächlich, dass
das ne Sprache ist..) und dann: gehen sie zum Kofferband und warten sie auf
ihren Koffer, das wird heut eh nix mehr. WUAH!
Also wieder zurück, siehe da, da ist er schon. Juhu.. dachte ich.. ich arme
Irre wußte da noch nicht, dass ich gefühlt 2km mit Koffer und Handtasche
RENNEN musste um zum Terminal zu kommen, und zwar DRAUSSEN.. in Vietnam
wohl gemerkt, bei herrlichen 36° und gefühlt 100% Luftfeuchtigkeit...
Bäääääääääääääh
Im nächsten Terminal hab ich Stefan zum Glück schnell wieder gefunden
(unsere chin. Handys funktionieren ja im Ausland nicht)
Ab zum Counter, ich war noch immer mit meiner Schnappatmung beschäftigt,
Koffer aufs Band, auf den gestreckten Daumen vom Sicherheitsmann gewartet
und - kaum hatte ich wieder Luft - mußten wir auch schon wieder rennen...
wie die Irren sind wir zum Gate, ohne Rücksicht auf Verluste... und kamen
genau zur Abflugszeit an. Vollkommen fix und fertig riefen wir: wartet auf
uns! wir sind da... haltet den Flieger auf...
Nur um einen grinsenden Vietnam Airline Mitarbeiter gegenüber zu stehen.
Das ist schön, sagt er.. aber wir boarden erst in 20min!
WAAAAAAAAAAAAAS?!
Naja, wengistens hatten alle anderen einen tierischen Spaß an der Szene :P
Mir taten nur die Mitreisenden etwas leid.. schließlich waren wir nun beide
klitschnass geschwitzt!
Blick direkt aus dem Hotelzimmer :-)

Platzsparend gebaut

Am Da Nang Flughafen hat Stefan auf den Koffer gewartet und ich hab einen
Info Schalter gefunden um raus zu finden, wie wir am besten und günstigsten
zum Hotel kommen.
Vor mir war eine Chinesin, die kaum englisch sprechen konnte.. und wissen
wollte, wie sie nun in Vietman an ihr Geld kommt.. tata... Glück für sie
dass ich gelauscht hatte, und prombt mit meinen chinesisch Brocken aushelfen
konnte... der Info Dame ist da mal eben alles aus dem Gesicht gefallen..
eine Ausländerin, die chin. spricht (dass das nur gestammelt war, konnte
sie wahrscheinlich eh nicht verstehen.
Hach, war das gut fürs Ego :P
Rein ins Taxi, ab ins Hotel.. mittlerweile konnten wir über unsere
Sprinteinheit schon herzlich lachen :)

Im Hotel angekommen, wurden uns gleich die Koffer abgenommen und wir wurden
gebeten Platz zu nehmen. Ok... dann mal los..
Denkst de, nach kurzer Zeit kam Mr. Nhung und nahm uns unsere Pässe und
Kreditkarte ab.. huch... kaum wollte ich protestieren, hatte ich auch schon
einen Welcome Drink in der Hand.
Nach kurzer Zeit war Mr. Nhung auch wieder da und verpasste uns eine
persönliche Führung über das schon bei Abend sehr beeindruckte Gelände und
Furama Resort. Viel zu viele Infos um die Zeit.
Er führte uns dann noch zu unserem Zimmer, auch hier gabs eine persönliche
Einweisung, samt handschriftlicher Notizen von ihm und auch unsere Koffer
waren schon wieder da.
Das Zimmer war beeindruckend, seht selbst!
Alles hat perfekt gepasst.. die Aussicht auf den Strand konnten wir leider
nicht mehr geniessen, da  es schon recht spät geworden ist.
Also haben wir es uns erstmal gemütlich gemacht, geduscht (was DRINGEND
nötig war) und ins Bett gekuschelt....
Sonnenaufgang von unserem Balkon

Impression vom "Infinity Pool"

Am nächsten Morgen haben wir uns erstmal ausgiebig beim Frühstück gestärkt
und im Anschluss natürlich den herrlich leckeren Vietnam Kaffe on the rocks
genossen... köstlich!
Danach haben wir einen kleinen Spaziergang durch die Gegend gemacht, auf
der Suche nach einem "Mini Markt", damit wir etwas zur Verpflegung parat
hatten.
Dann gings aber ab an den Strand... wow... der private Bereich war
menschenleer und außer Meeresrauschen war nix zu hören... paradiesich
Da ich mich ja entspannen wollte hab ich mir für abends noch eine Anti
Stress Massage gegönnt. Die ging dann doch eeeeeeeeetwas länger, und so
wurde aus unserem eigentlichen Plan, außerhalb zu Essen, nix mehr. War aber
auch nicht schlimm, es gab ja im Hotel genug Auswahl.
Danach haben wir  noch einen Strandspaziergang gemacht, barfuss und
Händchenhaltend... gehts noch romantischer :)

Der nächste Tag begann früh... wir haben uns den Sonnenaufgang am Ozean
nicht nehmen lassen und haben ihn von unserem Balkon aus
genossen... herrlich.
Ab zu einem kleinen Fotoshooting an den Pool.. und dann aber frühstücken...
dieses Mal in dem größeren Restaurant, mit einer noch größeren Auswahl.
Wow!
Danach haben wir einen kleinen Ausflug nach Hoi An gemacht, mit dem Hotel
eigenen Shuttledienst... selten haben wir in Asien einen so guten Fahrer
erwischt!
Wir haben die Zeit eher zum Shoppen genutzt und haben eine kleine Pause bei
Snack und Kaffee (natürlich) mit Blick auf den kleinen Hafen gemacht.
Kaum zurück, gings gleich wieder an den Strand und zwischendurch
an die Pools, da mir der Ozean doch nicht ganz geheuer war (jaja.. ich bin
ein Schisser)
Abends gabs noch eine traditionelle Tanzshow vom Hotel, die wir bei einem
Abendessen am Strand genossen haben.
Ausflug nach Hoi An

Hoi An

Japanische Brücke in Hoi Ans Altstadt

Am nächsten Morgen hieß es auch schon Abschied nehmen... erst nochmal an
den Strand :) und dann packen
Zum Abschied hat sogar der Himmel für uns geweint, und uns so den Abschied
leichter gemacht :)

Die Nacht haben wir dann in einem kleinen - aber sehr süßen - Hotel in
Flughafennähe in Saigon verbracht.
Und am nächsten Morgen ging es in aller hergottsfrühe wieder ab nach
Shanghai.
Natürlich war ich immer noch fuchsig, dass uns die Airline gleich 2x so
gestresst hat (erst Flug canceln, und dann diese depperte Flugverbindung)
und so hab ich nach dem Check Inn meinen Unmut auch Kund getan... zur
Wiedergutmachung gabs dann immerhin die Plätze am Notausgang, mit mehr als
genug Beinfreiheit...

Tja, und so endete unser Kurztrip... ich würde jederzeit wieder dort Urlaub
machen... es war einfach ein perfekt, entspannendes Erlebnis, was ich jedem
nur empfehlen kann :)

In diesem Sinne... stay calm
Stefan und Kathrin



Blick auf den Strand nach rechts...

und nach links... Menschenleer. :-)

Blick von der Lobby auf den Infinity Pool und das Meer

Einmal(ig) und nie wieder... oder: der Great Wall FunRun

Hallo liebe Leser,

dieses Mal möchte ich Euch von meinem Abenteuer "Great Wall FunRun"
berichten.

Es gab so einiges, was ich bereits in Deutschland über China erfahren habe, lange bevor unser Entschluss feststand, dort zu leben und zu arbeiten.
Dazu gehörte u.a. Die Pandabären Aufzuchtstation in Chengdu zu besuchen (erledigt: 11.06.2013) und das Eis- und Schnee Festival in Harbin bestauen (erledigt: 25.-27.01.2014).

Nun konnte ich endlich meinen letzten ToDo Punkt auf meiner Wunschliste in die Tat umsetzen!
Die Teilnahme am Great Wall Marathon!


Als ich von diesem Lauf das erste Mal gehört habe, gab es natürlich die volle Distanz (42km: NIE! IM! LEBEN!.. noch nicht mal ohne Mauer!) und die halbe (21km.. ja.. schon eher...) und dann einen sogenannten FunRun mit 5km... (PERFEKT!) 2013 wäre meine erste Chance gewesen, aber zu dem Zeitpunkt war ich - um es schmeichelhaft auszudrücken - alles andere als in Topform.
Dafür gab es in diesem Jahr keine 5km, sondern 7,5km... mmmmh Im Oktober letzten Jahres waren wir mit Maike das erste Mal auf der großen Mauer und spätestens da mußte ich der Wahrheit ins Gesicht blicken...
21km? Auf der Mauer?! Ohne mich...
So schön und beeindruckend die große Mauer auch ist.. sie hat es in sich!
Keine Stufe gleicht der anderen.. entweder sind sie verdammt tief und flach, so dass man nur kleine Trippelschritte hinbekommt ODER so hoch, dass ich mich frage, wie damals (die doch recht kleinen) Chinesen diese Stufen überhaupt im Ernstfall nutzen konnten um das Land vor den Feinden zu verteidigen ...
Somit stand mein Entschluss fest! 2014 nehme ich am Great Wall Marathon teil, aber nur an dem FunRun... ich hab natürlich nicht schlecht gestaunt, als ich mich an auf der Seite angemeldet habe.. nix mit 5 oder 7,5km...
jetzt gabs nur noch 8,5km.. lieber schnell anmelden, wer weiß, was einem 2015 blüht?! :)

6 Monate habe ich mich auf diesen Lauf vorbereitet... und das alles nur auf dem Laufband, da die Luftwerte in Shanghai nach wie vor nicht dazu geeignet waren um ernsthaft "an der frischen Luft" trainieren zu können.
Immer wieder musste ich Zwangspausen einlegen, mal machten meine Knie nicht mit... und natürlich kam auch mal das ein oder andere dazwischen (Thema Urlaub und so *g*).

Als es dann in die letzte - eigentlich harte - Trainingsvorbereitung gehen sollte, kam eines zum anderen: meine Schwiegereltern waren zu Besuch...
(Prioritäten müssen sein!) und dann stand der Company Trip meiner Firma an.. meine Laufsachen hatte ich im Gepaeck... aber leider auch eine recht hartnäckige Grippe, die mich ab dem Ausflug ausser Gefecht gesetzt hat.
Und so kam es, dass ich die Woche vor dem Lauf mehr tot als lebendig auf dem Sofa vor mich hin vegetierte... byebye Training...
Natürlich bin ich schnellstens zum Doc und hab ihn von meinen anstehenden Plänen berichtet.. Sein Kommentar: du willst doch nicht wirklich an dem Lauf teilnehmen?
Ein Blick genügte.... Ok, dann schreib ich Dir mal was auf.. Ende vom Lied: ich hab das Krankenhaus mit einer RIESEN Tüte an Medikamenten verlassen..

Bis Donnerstag Abend konnte ich mich noch nicht entscheiden, ob ich den Lauf wirklich antreten sollte...
Dafür hab ich dann in der Nacht zu Freitag ENDLICH mal, ohne Hustenanfälle oder Nase schnauben, himmlisch schlafen können... und wollte gleich nach dem aufwachen meinem Mann diese glückliche Tatsache mitteilen... doch es kam wieder alles anders: ein Blick in seine Richtung genügte um meine Gute Laune mit einem Schlag in Luft aufzulösen.. ich hab tatsächlich so gut geschlafen, dass ich nicht mitbekommen hab, dass er die halbe Nacht nur am flitzen war... MIST MIST MIST..... Ich war drauf und dran alles abzusagen!

Erst Knie, dann Grippe, dann liegt mein Mann und somit mein persönlicher Glücksbringer flach?! Sollte das ein Zeichen sein?!
Mehr oder weniger wurde ich dann aber von Stefan vor die Tür und somit in den Zug gesetzt... er wollte nicht, dass ich wegen ihm auf den Lauf und damit meine Chance verzichte... schweren Herzen und mit Glücksarmband bin ich dann allein nach Peking aufgebrochen.....
Zum Glück wurde ich dann in Peking nicht nur von Sadi, sondern auch von Irmi und ihrer Freundin Evi empfangen!
Irmi hat die Reise extra so geplant, dass sie und Evi beim Lauf zusehen können.... unglaublich! DANKE Krümelchen :)
Zusammen sind wir dann Richtung Hotel aufgebrochen, kurz das Zimmer in Beschlag genommen und dann vor Ort im Hotel das Buffet geplündert.... gegen 19h war ich dann auch schon wieder auf meinem Zimmer.. alles für den nächsten Tag griffbereit legen, nochmal tieeeeeeeef durchatmen... und ab ins Bett.

Am Samstag morgen (äh Nacht) war dann um 2.20h der Morning Call.... hmpf...um 3.30h Abfahrt.
Vom Hotel gabs noch Frühtstücksboxen (zwei Viertel Sandwich Scheiben, lediglich mit einer Scheibe Wurst belegt...), eine Orange, ein hartgekochtes Ei (klar, gute Idee, sowas vor nem Lauf zu essen *g*) und eingeschweißtes chinesisches Gemüse samt einer Flasche Wasser. Besser als nix.
Um ca. 6h waren wir dann an der großen Mauer, mit gefühlten 50 anderen Reisebussen. Du liebe Güte... erstmal anstellen... an die ca. 1km lange Schlange fürs WC.

Ab zum großen Yin und Yang Platz der den Start und Zielbereich darstellte... dann hieß es warten.
Erstmal gabs noch ein gemeinsames Warm up und dann natürlich viele offizielle Reden (ich hatte nicht wirklich die Ruhe dazu zu zu hören *ups*) Ab 7.30h folgten die Startschüsse, erst für die schnellen Marathon Läufer und dann im 10min Takt, bis es um 8.10h auch endlich für mich soweit war.
Brav in die Schlange gestellt und schwupp stand ich in einer super bunten Mischung von Läufern, wie ich sie noch auf keinem Rennen erlebt hab:
Spanier, Franzosen, Italiener, Schweizer, Amerikaner... alle waren sie gekommen um die Mauer zu bezwingen. Viele sind extra für diesen Lauf aus ihrem Land angereist, das erste Mal in China und dann am Startplatz gleich mit Blick auf die Mauer... das hat einige so erschreckt, dass sie ihre Distanz spontan auf die jeweils kleinere umgebucht haben.. ich Depp wußte ja schon - so ungefähr - was mir blüht...
Egal.. Augen zu und LOS!
OMG... endlich war es soweit.. das viele Training, die vielen Verzichte, alles für diesen Moment. Aber was dann folgte... darauf hätte ich mich im Leben nicht vorbereiten können! (und wenn, hätte ich den Lauf wahrscheinlich gecancelt) Die ersten 100m gings durch ein Dorf... ok, cooler Start... aber dann.. weiter und weiter und immer nur bergauf! Und ich war noch nicht mal auf der Mauer... gut, dass ich ein Cappi (eigentlich gegen die Sonne) auf hatte, so hab ich immer brav nach unten geguckt und nicht, was mir noch bevorsteht... wenn ich den Kopf doch mal angehoben hab, hab ich es sofort bereut.
Schon in dem Dorf gab es nicht eine gerade Strecke.. immer höher und höher.. es wollte nicht aufhören.. ich hatte mir felsenfest vorgenommen nicht mit dem laufen aufzuhören, aber ab Kilometer 2 mußte ich ins walken übergehen.. schließlich galt es, die Kräfte einzuteilen.. noch immer nix von der Mauer zu sehen...
Dafür war aber das ganze Dorf auf den Beinen, die Kids standen am Straßenrand und wollten von jedem Läufer die Hände abklatschen (super süß!) und der Rest hat sich für dieses Ereignis einfach nur raus geputzt und uns komisch schnaufenden Ausländer angefeuert (die fragen sich wahrscheinlich jedes Jahr was dieses Theater eigentlich soll) Die Versorgung unterwegs war einwandfrei... es gab an jeder Versorgungsstelle genügend Wasser und das hatte ich auch bitter nötig.
Die Strecke war optimal ausgeschildert, so dass man nie überlegen mußte, wo man lang laufen muss... Top organisiert kann ich da nur sagen!

Dann, ab Kilometer 5 gings auf die Mauer... OMG... gehts noch härter? Und wieder...
nur hoch, Trepp auf Trepp auf... keine Chance das Ganze zu genießen.. ich mußte mich auf jeden Schritt konzentrieren, da auch dieser Mauerabschnitt natürlich keine genormten Stufen hatte... Ich dachte, meine Waden explodieren! Ab diesem Abschnitt liefen wir dann auch wieder zusammen mit den Marathon und Halb Marathon Läufern. Wie irre muss man sein?! Zwischendurch haben wir uns gegenseitig angefeuert. Auf der Mauer waren dann auch mehrere Stationen mit Sky Rescue (!!!) Teams und dem Roten Kreuz.
Sehr nett, wie ich dachte.. bis es an den Abstieg ging.. wenn ich bis dahin dachte, ich will endlich runter.. hab ich es ab diesem Moment bitter bereut!
Erst war da einfach nur ein Stau, dann wußte ich auch warum.. es gab keine Stufen mehr! Nur noch ein Geländer (und dann gings auch schon tieeeeeeeeeef runter) und nur noch ein Gefälle auf recht glatten Stein (danke an den Wettergott, bei Regen wäre diese zwei Passagen echt sehr gefährlich geworden).
Zwischendurch hab ich mir immer wieder Marathonis rausgepickt die ich als Tempohasen missbraucht hab.. aber ganz ehrlich? Ich hab keine Ahnung wie die das anstellen, die hatten schon mehr als 36km in den Waden und ich keuchte rum.. peinlich, erniedrigend.. schweißtreibend.. aber geil :) Endlich gings runter von der Mauer und ich konnte die Zielgrade sehen.. ein Adrenalinschub sondergleichen.. GESCHAFFT.. ha! DENKSTE!
Wir mußten den letzten kilometer in Schlaufen laufen.. ARGH! Unfair.. ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr... vor mir gaben mehr und mehr Läufer auf und sind ins gehen übergegangen. NEIN! ich will laufen, oder naja, so tun als ob...
Dann endlich.. Treppe runter.. UND:.. JIPIH.. geschafft.. Zielfoto, sogar ne Medaille hab ich umgehangen bekommen (meine ERSTE!) Watt?! Schon vorbei?! Das wars...? Krass...

Ich wußte nicht, ob ich hysterich lachen oder vor Schmerzen heulen sollte.. meine Waden haben gezittert, meine Oberschenkel sich verkrampft.. ich hab es geschafft!
1h und 34 min hab ich gebraucht.., nur vier Minuten langsamer als geplant (ohne diese fiese böse Strecke erahnen zu können.. ich Orakel!).

Ich brauchte ca. 30min um wieder Frau meiner Sinne und Muskeln zu werden. Wir haben noch brav auf die Mittagsausgabe gewartet... und wurden belohnt:
es gab so richtig leckere Sandwiches in XXL in verschiedenen Sorten, ich hab mich für Truthahn entschieden. Und da fiel mein Blick auf eine weitere Schlange... die offiziellen Ergebnisse hingen aus!
Ich hab gesucht und gesucht.. und mich nicht gefunden.. hab unten angefangen... immer höher und höher.. DA! Tätsächlich! Ich hab es bei den Frauen auf Platz 16 geschafft.. nur Sekunden trennten mich zu den TOP10...
IRRE! Wie hab ich das nur gemacht?! Egal... freu freu freu..

Dann mußten wir nur noch rausfinden, wie wir zum Hotel zurück kommen.
Gar nicht so einfach.. die Busse waren alle da.. sahen aber A) alle gleich aus und B) hatten alle das gleiche Schild vorn drin: GREAT WALL.. ja, ach nee... aber zurück? Zu welchen der unzähligen Hotels?... immer mehr Läufer kamen zum Parkplatz, alle mit dem Fragezeichen im Gesicht..
Irgendwann haben wir einen Bus entdeckt und sind dann leider alle Hotel angefahren.. unseres war natürlich das letzte...
Egal, schnell duschen, noch a bisserl mit Irmi und Evi die Gegend erkunden und dann waren wir mit chinesischen Freunden natürlich zum Peking Ente Essen verabredet (lustigerweise in genau dem gleichen Restaurant, wo wir auch mit Maike waren... dieses Mal allerdings fussläufig von unserem Hotel entfernt).

Danach war ich schlag k.o. Ab ins Bett und am nächsten Morgen stand für mich nur noch packen und Rückfahrt auf dem Programm. Um ca. 19h war ich dann zu Hause, leicht angeschlagen, aber immer noch mit einem fetten Grinsen im Gesicht...

Mal gucken, auf welch lustige Ideen ich demnächste komme :)

Ihr Lieben, passt gut auf Euch auf
Kathrin und Stefan

Companytrip 2014

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich Euch von unserem diesjährigen EDAG Companytrip berichten.

Bereits im Vorfeld haben wir von unserer Sekretärin eine kurze Präsentation bekommen, wo es hingehen soll und welche Hotels ausgewählt wurden.
Desweiteren hat mein Teamleiter mich auch dieses Jahr dazu verdonnert, als "Volunteer" für meine Abteilung (ingesamt 5 Personen und somit schön übersichtlich) zur Verfügung zu stehen.
Im Vorfeld bedeutet das, alle Auskünfte von den Kollegen einzusammlen (Teilnahme: ja/nein, Kontaktdaten etc.) und an Amy, gesammelt, weiterzugeben.
Während der Reise war ich dann dafür verantwortlich, dass alle pünktlich zu den genannten Treffpunkten erschienen etc. pp... also so eine Art Kindermädchen. :)

Los ging es in diesem Jahr bereits am Freitag Mittag.
Alle rein in die zwei Reisebusse und dann wurde auch schon Reiseproviant verteilt. Sehr aufmerksam.
Zuerst sind wir nach Wuzhen gefahren und haben uns die westliche Seite angesehen... herrlich.. ich liebe diese kleinen Wasserstädte (wir haben ja schon Zhujiajiao zusammen mit meinen Schwiegereltern besichtigt). Es gab wieder viel zu sehen und zu entdecken und natürlich MUSSTEN wir die örtlichen Köstlichkeiten probieren.
Das war u.a. eine Frühlingsrolle, die per Bügeleisen platt gedrückt wurde... warum nicht? War jedenfalls seeeeeeehr lecker!
Abends gings dann ins Hotel und erstmal ab zum Dinner.
Ich hab schon zu diesem Zeitpunkt geahnt, dass sich bei mir irgendwas anbahnt.. und bin dann direkt ins Zimmer und wollte so viel wie möglich schlafen.
Schade, dass mein Zimmer anscheinend direkt neben nem ausgewachsenen Schiffsmotor gelegen hat.. ein Gebrumme die ganze Nacht... so ein Käse.

Samstag früh wurde, nach dem Frühstück, gleich ausgecheckt und wieder rein in den Bus. Wir blieben noch ein bißchen in Wuzhen und haben uns auch die andere Seite angeguckt.. auch schön :) Da der Kaffee im Hotel nun wirklich den Namen nicht verdient hat, haben wir uns zu Dritt auf die Suche begeben und haben tatsächlich einen Fake-Starbucks-Shop gefunden.
Erst standen wir vor einer leeren Theke. Wie gemein.. da stand sie,die schöne Kaffeemaschine.. aber kein Personal. MIST.. Gott sei Dank hat der Flurfunk wohl funktioniert und ratzfatz kam die Besitzerin angedüst und hat uns mit Koffein versorgt.. KÖSTLICH!
Der Kaffee war so gut, dass wir auf dem Rückweg nochmal vorbei sind um uns eine zweite Ladung einzuverleiben.. :)

Wieder rein in den Bus und weiter gings.. Dieses Mal zum MoGan Berg...
leider war das Wetter sehr schlecht, so dass wir unseren Aufenthalt dort auf ein Minimum begrenzten und uns lediglich zwei Häuser angesehen haben, wo auch Mao für kurze Zeit residiert hat (das war jetzt für uns Ausländer nicht soooooo spannend..: ah, ein Tisch.. ui, ein Bett... *g*) dann gabs noch nen Wasserfall zu besichtigen... und wieder rein in den Bus, ab zum nächsten Hotel

Während alle auf ihre Zimmer durften, mußten die Volunteers die Spiele vorbereiten...
Kaum waren wir damit fertig, kam auch schon die hungrige Meute :) Nachdem der größte Hunger gestillt war, gings auch schon los mit dem Spielen....
Beim ersten Spiel mußte man von einer Schale mit Wasser gefüllt Glasmurmeln, natürlich stilecht mit Stäbchen rausfischen (das war schon nicht einfach) und dann eine kurze Strecke rennen um die Murmeln in eine andere Schale zu deponieren. Anfassen streng verboten.. Für dieses Spiel haben sich dann auch nur chin. Kollegen gemeldet... Hihi
Weiter gings mit einem Spiel, wo man paarweise mit Luftballons aneinander geknotet wurde. Ziel war, von den anderen die Ballons zu zerstören und die eigenen möglichst zu schützen...

Weiter gings mit "finding things"... ab auf die Bühne, dann wurden Begriffe genannt (Handys, Geldscheine, Ringe), die die Kandidaten vom Publikum einkassieren mußten und wieder zurück auf die Bühne bringen mußten... außer Rand und Band waren sie alle... erschreckend :) Und ja, es hatte was von nem Kindergeburtstag :)
Das naechste und letzte Spiel hat hingegen schon Tradition :) Das EDAG Bier exen Dieses Mal wollte ich auch mein Glück versuchen und hab mich freiwillig gemeldet. Was tut Frau nicht alles für die kulturelle Integration?!
wir wurden in 5er Gruppen aufgeteilt und mußten gegen 4 weitere Kandidaten antreten.. wir Mädels hatten in der ersten Runde einen Zeitvorsprung von 10 Sekunden.
Hehe... Bis die Männer in meiner Gruppe zum Zug kamen, war mein HALBER LITER (!) Bier so gut wie weg... ätsch.
Damit hab ich mir direkt den Einzug ins Finale gesichert... 10min Pause (Gott sei Dank, ich war nämlich in der letzten Gruppe und zwei halbe Liter hintereinander hätten mich dann doch überfordert) und weiter gings.
Im Finale waren drei deutsche Kollegen (wer hätte das gedacht?) und eine chinesische Kollegin (Smoki, keine Sorge, dass ist nur ihr sehr zutreffender Spitzname)!
Dieses Mal haben wir Mädels nur 5 Sekunden Vorsprung bekommen (Smoki hat lauthals protestiert: Ich bin ein chinesisches Mädchen und muss gegen Deutsche im Bier trinken antreten! Ich brauch 15 Sekunden!) Hat aber alles nix genützt... Dieses Mal hat der Vorsprung, bei mir, leider nur für Platz 2 gereicht.. gegen unseren Bier-König vom letzten Jahr mußte ich mich geschlagen geben... als kleine Revanche hat er dafür den zweiten Entsafter (auf den ich eigentlich scharf war *hehe*) gewonnen. Ich hab ein Haarset bestehend aus Föhn und Glätteisen von Phillips ergattert...

Gott sei Dank war das Essen so gut wie vorbei... ein Liter Bier auf ex (und dann auch noch warmes!) war dann doch ganz schön viel und so bin ich wieder direkt in die Koje... dieses Mal ohne brummen. :)

Am nächsten Morgen hab ich erstmal das reichhaltige Buffet geplündert.. am liebsten wären wir zum Brunchen gleich dort geblieben. Wurde aber abgelehnt, also rein in den Bus und ab zum letzten Punkt auf der Agenda:
Xia Zhu River, wo wir erst eine Bootstour gemacht haben und dann durch die schöne Gegend gewandert sind... wirklich schön.

Danach gabs dann noch ein lokales Mittagessen... und wieder rein in den Bus und ab nach Hause...
Spätestens da war mir klar, dass mich irgendwas böses erwischt hat.. ein gehuste und geröchel... Sorry an die Kollegen die ich damit vom Schlafen abgehalten hab :/

Zum Abschluss nochmal ein RIESEN Dank an die Organisatoren, es war wirklich ein gelungener Ausflug... und natürlich an mein Team, das komplett zum Company Travel angetreten ist :)

Wir wünschen Euch eine schöne Woche
Kathrin und Stefan

Mittwoch, 14. Mai 2014

Besuch meiner Eltern

Hallo liebe Leser,

aus ganz besonderem Anlass hier nun endlich mal wieder ein sehr ausführlicher Bericht aus unserem Leben, denn.. meine Eltern haben uns für eine Woche in unserer aktuellen Heimat besucht ☺ 
Aber der Reihe nach: Montag waren wir beide normal beim Sport und haben die letzten Vorbereitungen und Erledigungen getätigt. Dienstag ging es nochmal flott zu IKEA (natürlich haben wir auch ganz vorzüglich dort diniert *g*). 
Am Mittwoch war es dann soweit, wir hatten unseren ersten Urlaubstag und sind früh gen Flughafen aufgebrochen, um meine Eltern in Empfang zu nehmen, traditionell mit Willkommensschildchen... Doof nur, dass die Beiden wohl die Piloten bestochen haben, denn anstatt 10.15h waren wir sie schon um 9.45 gelandet und somit sogar vor uns im Willkommens Bereich. Gefunden haben wir uns trotzdem in dem Gewusel und es wurde erstmal herzhaft geknuddelt. 
Nun folgte auch schon das erste Highlight (von hoffentlich vielen) für meine Eltern: Eine Fahrt mit der Magnetschwebebahn (Maglev). Doch leider fuhr sie „nur“ 300 km/h schnell (430 km/h schafft sie maximal, darf sie aber nur zu bestimmten Uhrzeiten fahren). Die Maglev-Strecke endet noch recht ausserhalb von Shanghai, so dass wir die restliche Strecke mit dem Taxi hinter uns brachten. 
In der Wohnung eingetroffen, gab es erstmal eine kleine Führung, anschließend wurden die Koffer ausgepackt, und die beiden konnten sich frischmachen. Im Anschluss sind wir direkt zur nächsten Polizeistation, um die beiden ordnungsgemäß anzumelden. Da wir eh schon unterwegs waren, haben wir sie auch gleich mit unserer „Nachbarschaft“ vertraut gemacht. Doch allzu viel Zeit hatten wir nicht mehr, denn wir haben unser traditionelles Willkommensdinner organisiert damit die beiden unsere Freunde und Kollegen kennenlernen konnten. Zufälligerweise hatte ein Kollege von Kathrin auch gerade seine Eltern zu Besuch, so hatten wir dann vier neue Gesichter am Teppanyaki-Tisch. Das Absackerbierchen gab es dann, nach dem reichhaltigen Essen, in der Ausländergasse, bei der Shanghai Brauerei. Dann erst haben wir die Beiden ins Reich der Träume gelassen. Aber nur so ist man gleich im Tagesrhythmus drin (Immerhin sind wir Euch 6 Stunden voraus).
Am Donnerstag morgen sind wir, nach einem deutschen Frühstück (lecker deutsches Brot, Käse, Marmelade, Butter und Kaffee), gen JingAn Tempel gefahren. Dieser wird leider gerade renoviert, so dass wir nicht die komplette Außenfassade bestaunen konnten. Weiter gings zur Nanjing Road, wo wir gemütlich diese riesen Fußgängerzone auf uns wirken lassen konnten. Zur Stärkung gabs einen Kaffee, natürlich mit 1a Blick aufs bunte Treiben. Als wir am Ende der Fußgängerzone in die Metro steigen wollten wurde uns zum ersten Mal bewußt, dass hier auch der 1. Mai ein Feiertag ist. Die Station war zum Bersten voll, also sind wir wieder raus und rein ins nächste Taxi, ab zum Tao Bao Fakemarkt. Dort wollten wir eigentlich ganz gemütlich durch, doch die Verkäufer waren sehr aufdringlich. Nächste Station war der Schneidermarkt. Kathrin hatte dort noch ein paar Auftäge, die sie jetzt abholen wollte. Wir Männer sind dann draussen geblieben und haben uns die Köstlichkeiten der Straßenläden schmecken lassen.
Anschließend sind wir, mit einem Taxi, in das Künstlerviertel Tianzifang gefahren, wo es auch sehr viel zu sehen gab. Dort haben wir dann auch in einem Steak- und Burgerhaus zu Abendbrot gegessen.
Den Freitag bin ich mit meinen Eltern zum BUND gefahren, um uns die Häuser im Kolonialstil anzuschauen und ein wenig über die Promenade zu wandern. Wir sind dann auch mit der Fähre auf die andere Flussseite gefahren. Dort konnte ich meinen Eltern die gewaltigen Hochhäuser aus nächster Nähe zeigen. Kathrin ist derweil zum Sport gegangen.
Wir haben uns dann alle wieder an unserer Metrostation getroffen und sind dann zur Ausländergasse gefahren. Nach einer kurzen Mittagsrast - mit weissem Spargel in einem deutschen Restaurant - sind die beiden Damen in den naheliegenden Pearlmarkt getigert und waren shoppen. Mein Papa und ich haben die Zeit, sehr angenehm, im Biergarten verbracht, bei herrlich Sonneschein. Nachdem wir die beiden wieder eingesammelt haben (sicher ist sicher), sind wir mit einem Taxi nach Xintiandi gefahren und waren dort bei Kathrins Lieblingsitaliener dinnieren und anschliessend dort noch ein wenig zu flanieren.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Arbeit. Nach einem leckeren Frühstück bei Mr. Pancake sind wir mit der Metro nach Anting gefahren. Dort raus, haben wir das nächste Taxi angehalten, um erst zu Kathrins Firma zu fahren und anschliessend meinen Eltern zu zeigen wo wir aktuell unsere Arbeitstage verbringen. Von dort aus sind wir zu Fuss zu meiner Firma marschiert. Das nächste Ziel war dann das Shanghai Automuseum, welches auch in Anting zu Hause ist. Es ist vergleichbar mit dem Zeithaus aus der Autostadt. Nachdem wir dann kurz nach Hause sind um uns frisch zu machen ging es mit ein paar Freunden in ein Hotpot-Restaurant, wo wir den Abend gemütlich ausklingen liessen.
Sonntag sind wir hungrig und ohne Frühstück zu „Käfer“ nach Pudong gefahren und haben, mit Blick auf den Fluss, ordentlich gebruncht. Nach einem kurzen Abstecher in die hauseigene Eisbar haben wir uns an den Aufstieg zur großen Perle des Pearltowers gemacht. Die Weitsicht hätte besser sein können. Da wir noch genügend Zeit hatten und der Pearltower recht leer war, wagten wir uns auch auf den „Flaschenöffner“. Am Ticketschalter meinte man zwar, dass wir gar nichts sehen werden, was uns aber egal war. Auf das Erlebnis kam es an. So gelangten wir kurze Zeit später zur 100. Etage auf 474 m. Die Aussicht war eigentlich grandios, so viele Wolken konnten wir von oben sehen und die Spitzen des Jin Mao Towers und des Pearltowers ragten daraus empor. ;-)
Zum Abendessen ging es dann wieder in Richtung Xintiandi aber dieses Mal entschieden wir uns für das Paulaner.
Am vorletzten Tag der Reise meiner Eltern planten wir einen Besuch einer Wasserstadt vor den Toren Shanghais. Hierzu mussten wir zu einer Bushaltestelle, die es ersteinmal zu finden galt. Doch wenig später saßen wir auch schon in einem Linienbus und starteten in Richtung Zhujia Jiao. Ungefähr eine Stunde später erreichten wir unser Ziel und machten erstmal bei einem Starbucks, mit Blick auf die größte Steinbrücke Shanghais, eine kleine Rast. Nach einem ausgiebigen Spaziergang, den Besuchen der örtlichen Sehenswürdigkeiten und einer Bootsfahrt fuhren wir wieder nach Shanghai zurück. Zum Abschluß dieses Tages zeigten wir meinen Eltern noch das größte Einkaufszentrum von Shanghai und speisten vor Ort vorzüglich.
Der letzte Tag begann sehr unschön... Seit Tagen hing ein Zettel mit einer Nachricht an die Mieter am Schwarzen Brett. Da wir die chinesischen Schriftzeichen nicht lesen können, konnten wir, natürlich auch nicht entziffern, dass heute, ausgerechnet heute, das Wasser im Haus abgestellt wird... An Duschen war ersteinmal nicht zu denken. Kurze Telefonaktion gestartet: Ayi für den nächsten Tag bestellt, bei Kathrins Firma den Zettel übersetzen lassen: ja, Wasser ist weg, sollte aber um 17h am gleichen Tag wieder funktioniern... 
Die Feiertage hier sind um und die meisten müssen wieder arbeiten, also sollte es heute im Yu Garten leer sein. Und so war es dann auch. Selbst in der Altstadt und auf der Zickzack-Brücke war es recht übersichtlich. Besser für uns. So verbrachten wir einen Teil des Tages dort im Garten. Unser spätes Mittag nahmen wir bei unserem Lieblingsjapaner ein.
Anschliessend sind wir nach Hause und als erstes gleich zum Wasserhahn. Wir haben wieder Wasser, hurra! Also konnten wir uns alle noch frischmachen, bevor wir gen Abend zum Flughafen fuhren. 
Erstmal war Schlange stehen angesagt.. beim Check in hatten wir dann „die Neue“ erwischt, die gleich von zwei Mitarbeiterinnen überwacht wurde. Die Arme. Dann mußte der Koffer nochmal geöffnet werden, etwas sah auf dem Röntgenbild wohl komisch aus. Natürlich nix dramatisches, und die Rückreise konnte starten. Der weitere Verlauf der Reise war wohl auch gut. Beide sind wohlauf und glücklich wieder zu Hause angekommen.
Die restlichen 3 Tage der Woche mussten wir normal weiterarbeiten. Für Kathrin steht an diesem Wochenende noch ein Ausflug mit ihrer Firma an und ich kann gemütlich faulenzen. ☺
In diesem Sinne wünschen wir Euch schon mal ein schönes Wochenende!
Viele Grüße aus dem mittlerweile sommerlichen Shanghai 

Kathrin und Stefan

Blog

Hallo Liebe Leser,

Hier wieder ein kurzer Rückblick auf die Ereignisse der Vor vorletzten Woche für Euch zum Nachlesen.
Am Montag stand Sport auf dem PlanDienstag habe ich mit meiner Mama geskypt und die letzten Fragen zur Reise meiner Eltern nach Shanghai wurden besprochen.
Mittwoch war Kathrin wieder beim Sport. Mein Trainer hat mittwochs keine Zeit mehr für mich, da er jetzt Rufbereitschaft hat. Das bedeutet, das er neue Kunden durch das Studio fuehren muss und evtl. Probetraining durchfuehren.
Am Donnerstag bin ich dann wieder zum Sport. Kathrin hat in der Zwischenzeit noch ein paar Besorgungen für unseren baldigen Besuch getätigt.
Freitag Abend war ich dann wieder zu einem Spieleabend eingeladen. Dieses Mal nicht bei Fernando sondern bei Olli und Serena. Kathrin derweil ist wieder zum Sport gegangen.
Samstag Morgen sind wir wieder gmeinsam zum Sport. Nach einem gemeinsamen Mittagessen waren wir kurz noch den Wocheneinkauf tätigen, damit es sich unsere Gäste gut gehen lassen koennen. Abends waren wir mit Sadi im Garlic (engl. : Knoblauch)einem türkischem Restaurantzum Essen verabredet. Wir waren froh, reserviert zu haben. Total ausgebucht. Aber auch sehr lecker. Anschliessend haben wir noch die erste Folge der 4. Staffel von Game of Thrones geschaut.
Sonntag wurde dann richtig ausgeschlafen. Nach einem lecker Frühstück ging es für mich schnell zum Friseur und Kathrin war in der Zwischenzeit bei der Maniküre.
Zuerst musste ich hoch zum Haare waschen, ich habe es einmal versucht zu erklären, dass es erst 20 Minuten her ist, das ich meine Haare gewaschen habe, seit dem versuche ich es gar nicht erst und folge der Dame nach oben. Bisher gab es nicht viel Belegschaft, die Englisch kann. Doch dieses Mal wurde ich erst komplett ausgefragt, ob ich dennchinesisch sprechen koennte, wo ich herkomme, ob ich hier arbeite und dort kein Chinesisch bräuchte. Danach informierte sie mich, dass ich noch eine halbe Stunde Zeit hätte bis ich dran käme, ob ich nicht eine Massage bekommen möchte. Danke nein, das möchte ich nicht. Aber wieso denn nicht, Massagen sind gut, gefallen Dir Massagen nicht? Hier gibt es Kundenkarten, damit wird’s günstiger, möchtest Du nicht eine Kundenkarte kaufen (Das Geld was man einzahlt verbleibt auf der Karte und wird jedes Mal abgebucht aber man bekommt gut Rabatt) Das ging dann ca 15 Minuten so... Am Ende hab ich dann doch gewonnen, ihr meine, bereits vorhandene Kundenkarte gezeigt und sogar meine Ohren gereinigt bekommen. J
Als wir beide dann wieder Zuhause eintrafen haben wir noch Klar Schiff gemacht und uns dann 2 weiteren Folgen Game of Thrones gewidmet.
Wir muessen nur noch Montag und Dienstag arbeiten. J 
Am Mittwoch ist es dann endlich so weit: meine Eltern kommen uns für eine Woche besuchen.
Bis zum nächsten Mal
Kathrin & Stefan

Dienstag, 22. April 2014

Ostern in Shanghai

HalliHallo in die Heimat, 

die Woche hat nicht viel Neues zu bieten: 

Da ich nach wie vor Knieschmerzen hatte, ist Stefan allein zum Fitness Studio gegangen und ich hab es mir 3h lang beim Friseur gemütlich gemacht. 
Die machen aus einem Kurzhaar Schnitt echt eine Wissenschaft... faszinierend

Am Dienstag hatte ich dann die Faxen dicke und bin dann erneut zum Knie Guru aus Honkong. Der war nun auch ratlos und schickte mich zum MRT. 
Interessant ist, dass hier die Resultate dann per eMail mitgeteilt werden genauso wie der Behandlungsplan. 
Ist mir ganz recht, so spar ich mir weitere Krankheitstage. Abends hab ich dann mit meiner Family geskypt, bevor diese gen Urlaub aufgebrochen ist. Hervorrangendes Timing! 

Am Mittwoch war ich mal wieder zum Pearlmarkt. Da der Sommer sicherlich nicht mehr lange auf sich warten läßt hatte ich vor einem Monat schnöde Stoffhosen bestellt. 
So der Plan... Jetzt, vier Wochen später, waren die Hosen zwar fertig, aber gepasst haben sie im wahrsten Sinne, hinten und vorne nicht. Zum Verzweifeln. 
Also wieder einmal ohne Hosen Heim.

Dafür ging es dann am Donnerstag zum Sport und während Stefan durch die Gegend gescheucht wurde, hab ich es mir mit meinem iPad und zwei Folgen von meiner Lieblingsarzt Serie auf dem Laufband gemütlich gemacht. Für den Anfang (nach zwei Wochen Pause) sollten 90min walken vollkommen ausreichen. 
Zum Glück hatte ich mittlerweile auch die Diagnose vom Doc und hab grünes Licht bekommen... laufen soll ich und weiterhin Muskeltraining rund ums Knie. 
Kurz mit Stefans Trainer (er sollte das dann meiner Trainerin erlaeutern) das Ganze besprochen, ist eindeutig einfacher auf Englisch :) und weiter gehts.. yippieh!

Freitag hatte ich dann endlich mal wieder Training mit YangYin, erschreckend wie schnell sich zwei Wochen ohne Training bemerkbar machen. 
Das Gute: ich hab geschlafen wie ein Stein :) 

Samstag morgen standen wir gleich wieder auf der Matte.. 
Danach bin ich wieder zum Pearlmarkt. In der großen Hoffnung, ENDLICH die Hosen mitzunehmen. Pustekuchen, zu früh gefreut. Ich sah aus wie ein Kerl! Mir reichte es, eine klare und deutliche Ansage meinerseits und ich hab meine Anzahlung wieder bekommen. Glueck gehabt! Doof halt, dass ich nach wie vor keine einzige Stoffhose besitze. MIST!
Aus Anflug von purer Verzweiflung bin ich durch unsere ShoppingMall... C&A, H&M, Esprit.. all das tummelt sich dort in geballter Präzens.. Gewichtsverlust sei Dank passe ich jetzt auch in die Stoffhosen Auswahl.. nur, dass man beim abnehmen leider nur in der Breite schrumpft... nicht in der Höhe.. und so hab ich endlich in die chin. 38 gepasst.. hatte aber überall Hochwasser. Mist. 
Egal, erstmal ab zur Maniküre.. die geht immer :) 

Abends sind wir dann noch ins Kino und haben uns den neuen "Captain America" angesehen... das nächste Mal fragen wir Euch lieber vorab, ob dort "Fremdsprachen" vorkommen.. denn ein paar Frequenzen waren in Französisch... das ist halt der Haken bei Orignal Versionen... sind halt nicht synchronisiert und mit chin. Untertitel.. hmpf. Gott sei Dank hielt es sich dieses Mal in Grenzen.. :) 

Am Sonntag haben wir das erste Mal ganz bewußt Ostern "gefeiert". So gut es eben geht. 
Zur Feier des Tages sind wir bei Feinkost-Käfer eingekehrt und haben es uns dort gut gehen lassen.. und wo wir schonmal da waren, haben wir auch gleich eine Tisch Reservierung für meine Schwiegereltern vorgenommen... :) Danach mußte Stefan dann mit zu einem anderen Schneidermarkt. Nun hab ich dort mein Glück versucht, das Ergebnis dann hoffentlich nächste Woche.. es bleibt spannend :)

Den Tag haben wir dann mit DVD gucken ausklinken lassen.. und auch hier haben wir - zumindest ein bisschen - aufs Oster Feeling geachtet und uns "Hop" angesehen :) Zack, ist das Wochenende vorbei

Ihr Lieben, ich hoffe, ihr habt besseres - regenfreies - Wetter.

Wünschen Euch einen schönen Ostermontag Stefan und Kathrin

Mittwoch, 16. April 2014

Bilder zu Japan



Tausende Schreintore hintereinander, gewaltig!


WAHNSINN
Kirschblüten...

...noch mehr Kirschblüten. :-)

Siku-Hirsche

Kirschblüten :-D

Das soll das größte Holzhaus der Welt sein.

Es beherbergt einen großen Buddha

tausende steinernde Laternen

Das Schlafzimmer unseres ersten Hotels. ;-)

Das ist ein Shinkansen Schnellzug 

Hiroshima im Augenblick vor der BOMBE

... und unmittelbar danach... Krass

Das ist das einzige Gebäude, das die BOMBE einigermaßen Stand gehalten hat und heute noch genauso aussieht wie direkt nach dem Geschehen...

Ein Schreintor im Meer

Lokales Getränk in Hiroshima. :-)

und wieder: Kirschblüten

DISNEYLAND

Der linke Sturmtruppler steht auf Zehenspitzen. :-D

Hochzeitsvorbereitungen auf Japanisch

Tokyo von oben (Skytree)