Sonntag, 22. März 2015

home sweet home

Liebe Leser,

an dieser Stelle erstmal Asche auf unser Haupt, der Blog hat ja schon Staub angesetzt..
Darum wollen wir hier mal wieder etwas Schwung in die Bude bringen.

Jedes Jahr steht uns, unseren Arbeitgebern sei gedankt, ein Heimflug zu.
2014 waren aber einfach keine Urlaubstage mehr übrig um für eine angemessene Zeit nach Deutschland zu kommen.
So dass wir unseren letzten Heimflug (vor der endgültigen Rückkehr) über das chinesische Neujahrsfest (Es steht der Wechsel an vom Jahr des Pferdes in das des Schafes) antreten wollen.
Natürlich mit dem Hintergedanken, nicht zu viele Urlaubstage dafür zu opfern. Wir wollen ja dieses Jahr so viel Urlaubstage wie möglich sammeln, damit wir um entsprechend früher die Rückkehr antreten können. Da hier das chinesische Neujahrsfest ganze 7 Tage gesetzlich frei sind kam uns das sehr entgegen.

Aber von vorn.
Die Zeit vor dem Heimat "Urlaub" (jeder, der einen Heimflug antritt, weiß an dieser Stelle, was ich meine *g*) ging dieses Mal recht turbulent zu.
Zum einen, weil mein kleiner Pfirsich Doreen uns besucht hat. Wir haben Doreen hier in Shanghai kennengelernt. Leider waren bei unserer Ankunft in Shanghai ihre Tage schon gezählt...
Aber die Welt ist klein und heutzutage verliert man sich ja nicht mehr so schnell aus den Augen. Die 11 Tage ihres Besuchs vergingen wie im Flug.
Tagsüber mußten Stefan und ich leider ackern, aber abends hat es dann aber doch noch für Maniküre, Massage und Essen gehen gereicht. Nicht unbedingt in der Reihenfolge. Auch ein Besuch in unserem Lieblings Tattoo-Studio war zeitlich drin und so kam es wie es kommen mußte, nun hab ich endlich meine
letzten (?) zwei Tattoos und Doreen und ich sind jetzt offiziell Tattoo-Sisters. :)

Dazu kam noch, dass ich einen Kollegen beim Kunden vor Ort vertreten mußte.
Der Gute hatte nämlich noch Resturlaub aus 2014 und in Verbindung mit dem Neujahrsfest war er im Ganzen für EINEN MONAT, ich wiederhole: EINEN MONAT! in Australien unterwegs. Sowas sieht der Kunde, ohne Vertretung, dann doch nicht gern.
Ich hoffe jetzt einfach mal, dass ich an dieser Stelle nicht zu viel Chaos angerichtet hab :D

Montag waren wir noch schnell beim Taobao Markt um Laserpointer zu ergattern. Schreck lass nach, war das da leer.. Schon alle ausgeflogen.
Der Laserpointer Mann war allerdings noch da, witterte seine Chance und wollte uns die Dinger (2 an der Zahl) für insgesamt 38 Euro verkaufen.
HAHAHAHA.. Netter Versuch!
Mit Trick 17 (sich über ihn bei meiner Taschentante beschweren, die macht ihn dann lautstark zur Sau) haben wir sie dann doch zum üblichen Preis erhalten. Geht doch :D

Dienstag war unser letzter Arbeitstag, und da das quasi so war, als würde man am 31.12. in Deutschland arbeiten, durften wir - zur Feier des Tages - schon um 14 Uhr nach Hause :) YIPIEH!
Die freie Zeit haben Stefan und ich genutzt und sind in aller Seelenruhe in unser Lieblingsviertel: Tianzifang. Stefan wollte T-Shirts in seinem Lieblingsladen ergattern um diese dann schon mal in Deutschland zu lagern.
Hätten wir das geahnt! Dank des "Jahreswechsels" gab es ein Angebot: kaufe 3 Shirts, bekomme zusätzlich 4 geschenkt (nein, ich hab mich nicht verschrieben!)
Und so kam es, dass wir insgesamt 6 Shirts gekauft haben, und dann nochmal 8 geschenkt bekommen haben!
Der Haken an der Sache war, daß je 4 Shirts in einer blickdichten Tüte verpackt waren. Man durfte sich nur die Tüten aussuchen. Entsprechend wußten wir also nicht, was drin ist. Aber ich z.B. hab so immerhin zwei Shirts und einen Pulli in meiner Größe ergattert :)
Stefan fand nur ein Shirt in seiner Größe. Danach hieß es noch eine neue Pizzeria ausprobieren und dann Heim.
Am nächsten Tag, dem ersten offiziellen Feiertag in China, stand dann erst mal Großreinemachen auf dem Zettel. Olli und Serena sind noch auf Kaffee und Kuchen vorbei gekommen und danach ging es ans Koffer packen.
Doof nur, dass 30 kg so unfassbar schnell voll sind. So war leider noch verdächtig viel nicht im Koffer, was eigentlich mit sollte... Verflixxt

Auf dem Weg zu Fuß zur Metro bekamen wir es kurz mit der Angst zu tun, da alle Geschäfte bereits geschlossen waren. Wir hatten arge Bedenken, ob die Metro überhaupt noch fährt.
Was sich aber, zum Glück, als unbegründet rausstellte... Puh.. In der Metro wurde Stefan dann von einem chinesischen Rentner angesprochen, der ihn fragte wo er denn her komme. Erst auf Englisch, da Stefan ein
T-Shirt aus Hong Kong anhatte. Als er ihm aber sagte, dass wir Deutsche sind hatten wir auf einmal die ganze Fahrt (immerhin fast 70 Min) eine angenehme Unterhaltung, der gute Herr konnte nämlich auch hervorragend Deutsch. Was mich auch jetzt noch beeindruckt! Auch die anderen Passagiere waren sehr angetan und neugierig.

Das Einchecken und auch die Ausreise (Visa Kontrolle) sowie das Boarding verliefen problemlos.
Da wir quasi Silvesternacht geflogen sind, war unser Flieger auch so gut wie leer... Herrlich
Wir hatten - gegen Aufpreis natürlich - die Plätze am Notausgang gewählt um mehr Beinfreiheit geniessen zu können. Dumm nur, dass es genau die Sitze gewesen sind, wo auch der Einstieg war..
Meine Herren war das kalt... Wir waren unter den Ersten, die ins Flugzeug rein durften und so boten wir allen uns folgenden Fluggästen ein interessantes Bild: Eingemümmelt in den Borddecken von KLM (quietsche blau), was den ein oder anderen zum schmunzeln brachte. Gern geschehen :)
Platz nach vorne hatten wir genügend. Nur leider waren die Sitze (durch das Tablett und dem Monitor in der Armlehne) noch schmaler als normal. So konnte Stefan keine 12h fliegen!
Einmal mehr Glück gehabt, dass der Flieger so leer war, so haben wir eine Reihe für uns bekommen. Leider direkt an der Bordküche, wo ja immer was los ist... Egal..
Kurz nen Film geguckt und aufs Essen gewartet und dann wurde - zumindest meinereiner - geschlafen...
Um 4 Uhr Ankunft in Amsterdam, 9 Uhr Anschlussflug nach Hannover..
gääääääääähn.
Erstmal frühstücken (BROT! MIT KÄSE!) und (duty free) shoppen... Yeah... dann noch ein paar deutsche Zeitschriften ergattert und auf den Weiterflug gewartet.
Der Pilot wußte wohl, dass wir es - nach 14 Monaten - kaum erwarten konnten, nach Hause zu kommen.. So waren wir 15 Minuten vor der Zeit in Hannover! Hui...

Meine Schwiegereltern haben uns in Empfang genommen und erstmal aufs herzlichste begrüßt.
Schnell Koffer abladen, frisch machen.. weiter gings zum jährlichen Jeans-Shoppen *juhu* und weiter zu Oma und Opa Nachmittags wurden dann doch die Augen schwer, nützt aber nix. Um den Jetlag zu erfolgreich zu bekämpfen heißt es bis abends: Durchhalten.
Punkt 20.15 Uhr (Start Germany Next Topmodel *fg*) sind uns die Augen dann zugefallen.
Freitag ging es zu meinem Cousin und seiner Familie ins neuen Heim, samt Begrüßung des neuesten Familienmitglieds Paul, den wir bis dato noch nicht persönlich kennenlernen konnten. Beim Abendessen wurde ich doch glatt noch gefragt, ob ich Patentante werden möchte. :-D

Samstag haben wir uns dann noch mit Stefans Schwester nebst Simone zum gemeinsamen Essen getroffen und dann gings ab zu meinen Eltern.
Erstmal den Hund veräppeln. Hat aber nicht geklappt. Wir hatten mit meiner Schwester abgemacht, dass wir uns nicht bei meinen Eltern treffen, sondern den Beiden beim Gassigehen, entgegen kommen.
Wir haben uns wie normale Fremde verhalten: also uns unterhalten und den Hund ignoriert. Was auch erst gut klappte, da sie an uns vorbei gelaufen ist. Doch dann bremste sie ab und schoß auf uns zu.
Selbst nach 14 Monaten hat sie uns sofort wieder erkannt! Unfassbar!

Abends gings ins Kino. Ich bin mit Kiki in "50 shades of grey" was schön war, also zumindest mit meiner Schwester endlich mal wieder ins Kino zu gehen. Der Film war auf so vielen Ebenen schlecht, da weiß ich nicht, wo ich anfangen oder aufhören sollte.
Stefan hat sich in der Zwischenzeit einen anderen Film besucht, hatte aber auch wenig Glück. Nun gut, immerhin gab`s lecker Popcorn aus dem Delphin Kino :)

Sonntag haben wir uns noch ne Wohnung angesehen. Die Rückkehr kommt in großen Schritten auf uns zu. Leider war sie zu klein. Im Anschluß haben wir auf die Irmi gewartet. Die ist nämlich extra aus Bayern gekommen um uns zu besuchen. Zur Begrüßung gabs dann erstmal lecker gefüllte Knödel zu Mittag.

Stefan ist dann zurück zu seinen Eltern. Ich bin in Wolfsburg geblieben und hatte den Rest der Woche volles Programm: Arzttermine, Essen mit Kunden/Freunden, Treffen mit meinen Mädels (auch hier gab es Zuwachs, den ich erst noch kennenlernen mußte :) dann natürlich bei meiner Firma nach dem Rechten schauen... und so weiter und so fort.. Am Donnerstag kam dann Stefan mich auch schon wieder einsammeln und Freitag ging es dann wieder zurück...

Wahnsinn, wie schnell eine Woche vergehen kann!
Für unseren Rückflug hab ich ein Upgrade in die Economy Comfort Class bei KLM ergattern können, da wir ja die Plätze beim Notausgang beim besten Willen nicht nutzen konnten/wollten. Also, wenn ihr mal ne Airline sucht, ich kann Euch da nur die fliegenden Holländer empfehlen: super freundlich und hilfsbereit, lecker Essen, 1a Entertainment und bisher immer pünktlich :)

Kaum in Shanghai angekommen, ging es munter weiter. Am Abend unserer Rückkehr stand nämlich noch ein Abendessen mit einem Kollegen von mir auf dem Programm, dann waren wir hinüber. Sonntag nur dies und das und schon mußten wir wieder arbeiten...

So Ihr Lieben, hoffentlich haben wir uns gesehen, wenn nicht: bald sind wir wieder da :)

Take care and watch out
Stefan und Kathrin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen