Dienstag, 25. Februar 2014

Once again: Time to say goodbye


Hallo liebe Leser,

die Woche verlief nach gewohntem Muster.
Montag gings ins Fitness Studio
Dienstag hatte ich Unterricht und hab von meiner Lehrerin einen RIESIGEN chin. Knoten geschenkt bekommen.. einfach so :) Hab mich natürlich gefreut wie Bolle! Das gute Stück ziert mittlerweile unser Wohnzimmer und soll uns Glück und Wohlstand bringen.. na aber sehr gerne! Stefan hat derweil mit seiner Mutter geskypt.
Am Mittwoch ging es wieder in die Mucki Bude...
Am Donnerstag war ich dort auch zu finden, da wir für Freitag (unserer eigentlich Gym Zeit) bereits eine Verabredung hatten.

Am Freitag haben wir uns dann mit einem Kollegen Ehepaar von Stefan bei Dr. Wine getroffen.
Nach dem wir lecker gespeist hatten (Stefans Pasta Gericht war allerdings eher übersichtlich, der Arme) haben wir von den beiden mit Tipps und Empfehlungen für unsere bald anstehende Japan Reise erhalten. Du meine Güte! Ich dachte ja, dass wir mit 9 Tagen echt viel schaffen werden... aber so wie es aussieht, werden wir wohl nur das aller-allerwichtigste schaffen.. einen Bericht gibts dann natürlich im Nachgang an dieser Stelle.. dauert ja doch noch ein bißchen, bis es soweit ist :)

Samstag ging es morgens zum Training.
Mein derzeitiger Trainer (Andy) konnte erst um 12h. Also bin ich erst aufs Laufband und da ich noch a bisserl Zeit über hatte wollte ich noch einen Steigerungslauf hinter mich bringen... doof, dass ich dabei nur auf die von mir absolvierte Entfernung geachtet habe... und nicht auf die festgelegte Zeit.. puff, war diese nämlich um und dann gehts automatisch auf 3,5km/h..
egal wie schnell man vorher war.. da ich grad bei 12km/h angelangt war kam der Stopp dann doch recht plötzlich für mich... da war ich dann auch erst mal wach! Also: Augen auf, beim Einstellen! Jautsch.
Zwischendurch hatte Stefan noch weniger gute Nachrichten für mich... :/ Mein eigentlicher Trainer Tim hatte sich bei mir über chinese new year in eine vier wöchige Pause verabschiedet... allerdings hat er mit keinem Wort erwähnt, dass er nicht wiederkommen wird!
Das hat Stefan für mich rausgefunden, als er bei seinem (Englisch sprachigen) Trainer nach der Unterrichtseinheit für die nächste Woche gefragt hat.
Das hat erstmal gesessen... nach dem ich mich an meinen kleinen durchgeknallten Trainer gewöhnt hab, sind wir doch recht gut mitander ausgekommen... und, das aller wichtigste: ich hab innerhalb von einem Jahr bei ihm Fortschritte erzielt wie ich es nie für möglich gehalten hab...!
Nicht nur, dass ich jetzt ingesamt (also seit 2010) 20kg weniger wiege, auch mein Körperfett hat sich nahezu halbiert und meine Fitness ist an einem Level auf dass ich mittlerweile recht stolz bin.. natürlich wollte ich auch das letzte Jahr, dass wir hier verbringen dürfen, unter seiner Fuchtel stehen.. denn nu bin ich auf den Geschmack gekommen und will natürlich mehr :)

Tja.. dumm gelaufen...
Also an dieser Stelle ein RIESIGES DANKE (auch wenn er es hier wahrscheinlich nie lesen wird bzw. nicht lesen kann...) und ein byebye xiaole shuaige!
Nu bin ich erstmal auf der Suche nach einem neuen Trainer.. denn den ich in der Zwischenzeit hatte (Andy) ist zwar ganz nett, aber das reicht mir wie gesagt mittlerweile nicht mehr. Ich brauch wen, der mir auch mal in den Hintern tritt, wenn ich nen Durchhänger hab und mir nicht alles durchgehen läßt.. und dazu ist er wie gesagt zu nett :) Also.. es bleibt spannend...!

Nach dem Training sind wir erstmal lecker was Essen gegangen.. ich war aber auch fix und alle... aber nach der Stärkung war wieder alles im Lot. Danach bin ich zur Maniküre und im Anschluss ab zum Frisur..
Da war der Tag auch schon fast rum und wir haben den Abend gemütlich zu Hause bei einer DVD ausklingen lassen...

Am Sonntag haben wir erst Besuch von Sadi bekommen und haben das T-Shirt gestaltet, welches wir als Team beim anstehenden Mauerlauf tragen wollen.
Es läßt sich nicht mehr verleugnen... die Zeit rennt! :) Danach sind wir erst zum Schneidermarkt... drama Baby! Meine Blusen waren natürlich nicht zur Abholung fertig und mußten erstmal rangekarrt werden.
Also....: warten... Hmpf.. auf sowas steh ich an meinen freien Tagen schonmal gar nicht, zu mal Sonntag ja als Abholtag abgemacht war. Dann hab ich Sage und Schreibe drei Blusen (von etlichen!) zur Anprobe bekommen...
der Rest sollte dann gegen 21h nach Hause geliefert werden.. ah ja.. nun gut.. ließ sich nicht mehr ändern.. also ohne Beute weiter zum nächsten Markt, wo ich mir eine Lederjacke hab ich schneidern lassen... die war nach dem zweiten Anlauf jetzt immerhin fertig! Dann noch kurz zu unserem Lieblings Technikladen und weiter gings zum dritten Markt.. meine Herren!
Ich hab von einer Freundin eine Bestellung erhalten, die ich bei meiner Taschen-Tante auch angekündigt hab.. kein Ding, schreibt sie.. hab ich da, komm rum.
Gesagt/getan.. tja.. dumm nur, dass am Tag vorher eine Razzia durchgeführt wurde, in einem anderen Markt zwar.. aber man kennt sich ja untereinander und so haben sie in diesem Markt alles weg geschafft... hmpf... eine Tasche wurde dann von zu Hause hergeholt, die Geldbörse bekomm ich aber erst ne Woche später.. nun gut.. also nicht soooo richtig erfolgreich der Tag...
Ich bin dann weiter zur Massage.. endlich mal wieder.. und Stefan ist dann endlich mal Heim (der Arme, hat aber tapfer durchgehalten!) Als ich dann heim bin, hab ich erstmal was zu Essen fabriziert.. und stand gleich vor mehreren Herausforderungen... wie soll ich Spinat mit Bratkartoffeln und Spiegelei a) auf nem Gasherd zubereiten und b) wenn man nur zwei Kochstellen hat? Hmpf.. irgendwie hab ich es dann doch geschafft... tata... und es hat sogar geschmeckt! :P Und kaum war ich fertig, kamen tatsächlich noch meine Blusen.. direkt zur Haustür.. praktisch! :)



Wir haben dann noch etwas DVD geguckt.. und zack, war das Wochenende auch schon wieder vorbei. Frechheit. Warum geht das immer so schnell?
An dieser Stelle wünsche ich Euch einen schönen Start in die Woche Take care LinLin

Donnerstag, 20. Februar 2014

Nicht viel Neues im Osten

Hallo treue Leserinnen und Leser,

In der vergangenen Woche hat sich nicht allzu viel ereignet. Trotzdem möchten wir Euch davon berichten.
Nach nur einem Tag Wochenende begann die Normalität wieder in den Alltag einzutreten. Doch leider wurde es seit Sonntag richtig kalt und heute morgen waren es MINUS 3 Grad. Vereinzelt lag auch etwas Schnee auf Boden und Autos verteilt. 
Also haben wir wieder unsere “Harbin”-Winterklamotten aus den Kartons geholt und uns ganz dick eingepackt.
Die Temperaturen sollen auch die ganze Woche über anhalten (zwar wieder im Plus-Bereich aber immer noch sehr kalt mit teilweise Schneeschauern). 

Montagabend waren wir beim Sport.

In meiner Firma hatte vor Chinese New Year eine Praktikanten ihren Einsatz beendet und hat Kathrin und zwei Kollegen von mir zu einem Abschiedsdinner eingeladen. Wir wollten ihr noch eine Kleinigkeit als Andenken an uns schenken und haben uns entsprechend vorher Gedanken gemacht was denn das richtige ware. Als wir dann einen Plan hatten haben wir unserem mexikanischen Kollegen mit der Beschaffung beauftragt, da er aktuell frei hat. Gesagt, getan. Er machte sich auf dem Weg. War aber wohl nicht so begeistert von unseren Ideen, dass er kurzerhand Chrissi, unsere ehemalige Praktikantin, anrief um sie zu fragen ob unsere Ideen Ihr gefallen oder was sie sich sonst wuenscht…. In Mexiko sei das gang und gäbe.
Abends haben wir uns dann vor dem Restaurant getroffen und dann lecker Chinesisch gespeist.

Mittwochabend war wieder Sport angesagt. Im Anschluss habe ich dann mit meiner Mama versucht zu skypen. Leider war die Internetverbindung teilweise richtig schlecht, soddass wir es leider kurz machen mussten.

Donnerstag hat dann Kathrin mit ihren Eltern geskypt.

Am Freitag war ja Valentinstag, den wir abend bei unserem Lieblingsitaliener (Pizza Marzano) gefeiert haben. Schon bei der Vorspeisen Bestellung schuettelte der Kellner mit dem Kopf und meinte, dass ist zuviel fuer 2 Personen! Wir versicherten ihn, dass wir beide grossen Hunger haben und die Portionen sehr gut kennen. Im nachhinein haben wir uns geaergert, dass wir mit ihm nicht gewettet haben, dass wir alles schaffen aufzuessen…
Im Anschluss sind wir noch ein bisschen bummeln gegangen. In Kathrins Lieblingsgeschäft: Shanghai Tang habe ich ein sehr schickes Shirt gefunden mit, passend zu diesem, unserem Pferde-Jahr, gestickten chinesischen Pferde-Schriftzeichen. Und sie hatten es doch tatsächlich in meiner Größe, was hier sehr selten der Fall ist. Während ich so in der Anprobe war, hat sich Kathrin ein wenig in der “Alles muss raus”-Ecke umgeschaut und hat sich in ein hübsches Kleid verguckt. Als die Verkäuferin dann auch noch meinte, dass es darauf 60% Nachlass gibt, hat sie es anprobiert und dann auch mitgenommen. Ich habe dann noch eine Aufbewahrungsbox für meine Armbänder gefunden. Doch das Ausstellungsstück war schon sehr zerkratzt und so machten sich dann 2 Mitarbeiter daran im Lager rumzukramen. Laut Lagerbestand soll es noch eine zweite, neue Box hier geben. Nach einer, gefühlten, Ewigkeit wurde man fündig und wir machten uns, glücklich geshoppt, wieder auf dem Weg nach Hause, es war ja mittlerweile auch schon 23 Uhr…

Nächsten morgen sind wir dann wieder ins Fitnessstudio um die Suende von gestern wieder gut zu machen. Normalerweise habe ich Samstags immer 2 Stunden hintereinander. Deswegen ist Kathrin erst eine Stunde aufs Laufband und in der 2ten hatte sie dann auch eine Stunde, nicht bei Tim, ihrem eigentlichen Trainer sondern Andy, den wir nur Quatschkopf nennen, da er immer gut gelaunt und zu jedem Spass bereit ist. Ich hatte aber seit gestern ein leichtes ziehen im Ruecken, wie sich herausstellte war es nur Muskelkater, aber durch die heutigen Uebungen wurde es nicht besser. So hatte ich dann nur eine Stunde Training mit Jason und im Anschluss eine Stunde Rueckenmassage. Das gute an der Massage ist, dass Jason der Masseuse direkt sagen kann wo meine “Problemzonen” sind, damit die direkt bearbeitet werden koennen. Die ganze Massage war jetzt nicht sehr schmerzhaft, ich konnte sogar ein wenig schlummern bis, ja bis die Dame ein Schaber aus einer Box rausholte um meinen Ruecken damit zu bearbeiten. Es fuehlte sich an als ob jemand mit einer harten, stabilen Bürste und kompletten Koerpergewichts-Einsatz auf meinem Ruecken kratzt. Das ganze heisst wohl “scratching” und sorgt fuer eine gute Durchblutung und entfernt “böse” Körpersäfte. Danach sah mein Ruecken aus wie nach einem Verkehrsunfall…
Danach taetigten wir noch kurz den Wocheneinkauf. Kathrin ist dann Richtung Nagelstudio und ich nach Hause.
Zum Dinner haben wir uns mit Sadi in einem neuen Restaurant getroffen “le petit fleur”. Vom Ambiente her ein schoen uriges Restaurant mit Antiquitaeten und Volieren mit echten Voegeln. Also richtig stylisch, aber das Essen war nicht so Bombe… Nach dem Bezahlen sind wir zu dritt zu einer Wohnungseinweihungsparty gefahren, zu der wir eingeladen waren.

Sonntag konnten wir dann ersteinmal ausschlafen. Gegen mittag sind wir zum Schneider-Markt gefahren, wo Kathrin ein paar Blusen in Auftrag gab. Dann gab es noch einen “Fladen” von einem Strassenverkaeufer als Staerkung und schon sassen wir wieder in einem Taxi auf dem Weg zum Science- and Technology-Markt, da Kathrin dort eine Lederjacke in Auftrag gegeben hatte. Diese war leider nicht gut gelungen und so müssen wir wieder in einer Woche herkommen… Und wo wir schon einmal da waren, sind wir gleich bei unserem Technikladen vorbei. Von dort sind wir dann mit der Metro Heim gefahren, wo Kathrin dann sehr leckere Proteinkekse gebacken und Bouletten gebraten hat. Mit einem Film haben wir das Wochenende ausklingen lassen.
In diesem Sinne wuenschen wir Euch einen schoenen Wochenstart.

Bis zum naechsten Mal
Kathrin & Stefan

Donnerstag, 13. Februar 2014

Sommer gefunden... auf Xiamen

Hallo liebe Leser,

kaum sind wir nach unserem Harbin Kurztrip aufgetaut, sollte es auch gleich weitergehen.

Kleiner Wehrmutstropfen.... eigentlich wollte ich, während Chinese New Year, gaaaaaaanz dringend gaaaaanz weit weg sein!
Am Freitag wußte ich dann auch wieder warum: ich hasse dieses Geballer....
von allen Seiten.... ohne Pause.
Es war nicht weniger heftig als im letzten Jahr. Kurzum: Alarmanlagen von Autos wurden durch die Druckwellen der Böller ausgelöst! Als ob der Krach der Böller nicht schon genug ist!
Zudem kommen hinzu, dass unser Compound kreisfoermig angeordnet und unser Apartment im 19 Stock liegt. Die Umstehenden Gebaeude verstaerken den Schall noch! Und ratet mal auf welcher Hoehe die "Raketen" funkelnd explodieren? Richtig, wir konnten das Feuerwerk (die Schlacht) auf Augenhoehe "geniessen"... Es war teilweise so heftig, das wir unser Nachbargebaeude (ca. 10 m von uns entfernt) nicht mehr gesehen haben durch den Rauch der Feuerwerke!
Waehrend ich versuchte zu schlafen ist Stefan aufgestanden um das Ganze digital festzuhalten. Als er sich wieder hinlegte meinte er nur trocken, "ich glaube wir sind in der Hoelle, wenn ich das Fenster aufmache riecht es stark nach Schwefel..." ;-) Gott sei Dank war es, in Summe, aber doch wesentlich weniger Geballer gegenueber letzten Jahr, wo wir quasi mehrere Naechte unter Dauerbeschuss standen... mir hats auch so gereicht!

Am Sonntag ging es fuer uns dann erstmal gen Flughafen. Wobei ich noch kurz erwähnen möchte, dass gestern, in Shanghai locker 21°C waren und strahlendblauer Himmel.... und das am 01. Februar! Krass!
Heute hatte sich das dann wieder erledigt, unsere AirQuality App zeigte wieder Werte jenseits von gut und böse an... und der Blick nach draußen bestätigte das Ganze dann noch.
Da müssen wir wohl durch, Maske auf und und mit Sack und Pack in die Metro. Zumindest dieser Plan ist aufgegangen... wir haben die große Reisewelle bewußt vermieden (an Chinese New Year pendeln alle, aber auch alle Chinesen nach Hause. Ich hab mal gelesen, dass zu dieser Zeit die größte Völkerwanderung der Welt stattfindet!).
Wir waren super in der Zeit, aber hätten wir das gewußt.... Aufgrund des Smogs mussten wir mit erheblichen Verspätungen rechnen. Satte vier Stunden später ging unser Flieger! Wer allerdings schon mal das Vergnügen hatte von Shanghai aus los zu fliegen, weiß, dass das zwar doof ist, aber es einen Schlimmer treffen kann. Es gab kostenfreies Essen von der Airline, natürlich genügend Shopping-Möglichkeiten und vor allem: free Wifi und kostenfreie Ladestationen für Handys und Co. Sehr nett.
Entsprechend spät sind wir natürlich in Xiamen angekommen, begrüßt wurden wir dann vom strahlenden Sonnenschein. So mag ich das.
Da die Taxischlangen nach Zielgebieten aufgeteilt waren und unser Zielort nicht dabei war, haben wir die Taxifahrer am Straßenrand angesprochen. Ja, sie fahren uns zu dem Hotel. Aber alle waren sich einig, nicht unter 300RMB (ca. 30Euro). Wir haben vorher natürlich geguckt, wo unser Hotel liegt und lt. Google Maps sollten das ca. 1,5h vom Airport sein. Also wären 30Euro für uns gar kein so schlechter Deal. Dachten wir.
Dann musste Stefan dem Taxifahrer auch noch helfen da der etwas ratlos wirkte. Wir verfolgen Taxifahrten, in neuen Staedten, meistens mit der Navi-App auf dem Smartphone, man weiss ja nie, wo man uns hinbringt oder welche Umwege gefahren werden. ;-) So konnte Stefan ein wenig den Navigator spielen. ;-) Komischerweise waren wir schon nach 30 Minuten am Hotel angekommen. Mmmmh, nun gut..
Gegen 18h bezogen wir unser Zimmer und da unser Hotel (Sehr zu empfehlen:
Golden Bay Resort Xiamen) etwas außerhalb lag und es in der Umgebung nix weiter gab, haben wir erstmal in Ruhe das Hotel auf den Kopf gestellt.
Wir wollten eigentlich das chin. Restaurant ausprobieren. Prompt lief die Kellnerin schreiend weg, kaum dass sie uns sah.. Ausländer, Ausländer.. was für ne Aufregung. Ich hab ihr kurz klar gemacht, dass ich ein bißchen Chinesisch
durchaus beherrsche. Da war sie gleich beruhigt. Sie legte uns dann die Speisekarte fuer das "Spezial Chinese New Year Dinner" vor. Auf Chinesisch. Super. Ich hab gesagt, dass ich ein bißchen sprechen kann aber von lesen war nicht die Rede :/ Kein Problem, wurde halt ein iPad vorgekramt. Leider nur mit drei Fotos. Hmpf. Dann doch lieber in das "westliche" Restaurant. Die Karte war zwar in Englisch, aber dafür auch sehr übersichtlich. Stefan hat sich für ein Curry Gericht entschieden, ich für ein Hühnchen Schnitzel.
Vorab bekamen wir - ungefragt natürlich - noch einen Obstsalat (sie haben in mit Mayo getötet! Banausen!) und eine Suppe. Das Essen war sehr lecker und Nachtisch gabs auch noch. Herrlich.
Da es noch recht früh war, entschieden wir uns für ne Runde Billiard. Kann so schwer nicht sein... Ha! Hier gab es keine "halben und vollen" Kugeln.
Nein, die waren alle rot (gut, es gab noch die weiße und schwarze Kugel; immerhin, aber auch je eine blaue, grüne und orange). Wohl eine Variante, die hier gespielt wird. Merkwürdig. Egal.... munter drauf los gelegt und im Anschluss schnell noch ein Taxi für den nächsten Tag bestellt, irgendwie mußten wir ja zu den Sehenswuerdigkeiten kommen.

Den naechsten Morgen gings dann erstmal zum Frühstücksbuffet, was für chin. Verhältnisse überraschend üppig war und auch immer wieder aufgefüllt wurde.
Vom Kaffee hab ich aber schweren Herzens trotzdem die Finger gelassen... gell Maike :P
Mit dem vom Hotel bestellten (Privat-)Taxi gings dann auch in Richtung Fähre. Schließlich wollten wir heute zur legendären Insel "Gulangyu".
Doof, dass alle Chinesen dieser Welt die gleiche Idee zu haben schienen.
Hervorragend! Nützt ja alles nix. Erstmal die Tickets für die Fähre ergattern. Leichter gesagt als getan, auf Ausländer waren die jetzt nicht so eingestellt, nirgends war eine Tafel in Englisch zu sehen... Gefühlte 30min des chaotischen Anstellens und Drängelns später hielt ich zwei Chips in der Hand... Doof nur, dass da "Round Trip" drauf stand. Mist..
Wir wollten doch AUF die Insel und nicht drumherum.
Egal. Trotzdem erstmal kackfrech für die Fähre angestellt die auf die Insel fährt. Mit all den anderen 3mio. Chinesen. Meine Herren... das war definitiv das erste Mal, dass ich wirklich und richtig Angst hatte... ein Gedrängel, Geschubse, Gezerre und Gezeter sondergleichen. Und zwischendrin so viele Kinder! DAS hätte ich meinem Kind NIE und NIMMER angetan. Gut, insgeheim mir auch nicht, aber da war ich selber dran schuld. Gefühlte Stunden später waren wir endlich auf der Insel. Und es hat sich gelohnt!

Die Insel an sich ist sehr klein und man da komplett einmal zu Fuss rum. Autos sind - von den Golfcars mit Strom mal abgesehen - nicht zugelassen.
Natürlich gibts an jeder Ecke was zu kaufen oder zu essen... wie sollte es auch anders sein. Und das alles bei herrlich sommerlichen 25°! Juhu...

Wir sind mehr oder weniger planlos über die Insel und haben uns einfach treiben lassen und haben zwischendurch ein paar wunderschöne Läden und Geschäfte gefunden.
Gegen 16h haben wir uns wieder auf gen Fähre gemacht. Und siehe da, da waren sie wieder alle... genauso verstrahlt wie auf dem Hinweg.. nur am Drängeln und Schubsen.... meine Herrn!
Irgendwie haben wir dann die Ueberfahrt überlebt und sind dann direkt zur "ZhongShan Road", einer wunderschönen - ebenfalls autofreien - Fussgängerzone.
Herrlich... prompt haben wir auch gleich mehrere Fress-Straßen, viele einfache Buden und Garkuechen auf offener Strasse, gefunden! So viel Seafood, in so viel Variationen! Unfassbar! Wo das nur alles herkommt?! Egal. Lecker wars alle mal :) Entsprechend geschafft nach so einem langen Tag wollten wir nur noch zurück ins Hotel. Da haben wir aber die Rechnung ohne die Taxifahrer in Xiamen gemacht! Erstmal sind wir da von Shanghai echt verwöhnt... hier gibt es unendlich viele.. einfach an die Straße stellen, max. eine Ampelphase warten, zack, hat man ein Taxi.
Wir versuchten brav unser Glück an sowas wie eine offizielle Taxischlange. Doof nur, dass die anscheinend was gegen "Langnasen" hatten. Ich bin noch nicht mal dazu gekommen zu sagen, wo wir hinwollen. Ein Blick genügte: "Nein, dich fahr ich nicht!" Krass! Einmal würde ich das ja noch durchgehen lassen.. aber die waren sich wieder alle einig. Und nu? Immerhin waren es doch so an die 40min Taxifahrt. Also rein ins nächstbeste Hotel und kurz unser Leid geplagt. Ein Angestellter bekam die Adresse von unserem Hotel in die Hand gedrückt und nach 2min warten hatten wir auch schon ein Taxi. ÄTSCH! Mußte er jetzt doch die Ausländer fahren...

Schnell wieder ein Taxi für den nächsten und letzten Tag bestellt und ab ins Bett...

Dienstag haben wir nochmal das Frühstücksbuffet genutzt und dann auch schon ausgecheckt, Mit dem ganzen Gepaeck (ich hatte vorsorglich nur einen grossen Rucksack mit, Stefan dagegen einen kleinen Trolley) ging es dann in den botanischen Garten von Xiamen. Der war auch wirklich schön angelegt und hatte vor allem eine Vielzahl von Orchideen... aber der gestrige Tag steckte uns noch in den Knochen... Also wieder ab in die Fussgänger Zone und bei nem Kaffee erholt.
Dort haben wir dann die Zeit bis zum Abflug verbracht und haben dann tatsächlich nen Taxifahrer gefunden, der uns auf Anhieb zum Flughafen fahren wollte, ohne vorher einen ueberteuerten Preis mit uns zu verhandeln :) Natürlich hatte auch der Flieger Verspätung, aber Gott sei Dank nur ne Stunde :)

Fazit: wenn man nach Xiamen reist sollte man a) wenigstens ein bißchen chin. können und b) seafood mögen.
Lohnen tut es sich allemal für einen Kurztrip.

Diese Woche ist etwas untypisch.. da hat man insgesamt 6 Tage frei, "darf"
aber Freitag und Samstag arbeiten gehen :/ Sonntag haben wir einen Tag frei und dann hat uns der alltägliche und normale Wahnsinn wieder.

Ihr Lieben, passt auf Euch auf
LinLin


Blick aus unserem Zimmer, leider ist gerade Ebbe

Botanischen Garten

Ein kleines Café auf Gulangyu

Fressmeile abends in Xiamen

war alles wunderschön im botanischen Garten..


Das sind halbe Teigbällchen mit einem Wachtel-Spiegelei
und nem Shrimp obendrauf. Seeehr lecker.

Hotdog auf chinesisch. ;-)

Riesige Auswahl an Gemüse-, Fleisch-
und Meeresfrüchtespiesse


Nussknacker kann man hier an jeder Ecke kaufen, wieso???

Noch ein hübscher kleiner Laden auf Gulangyu

STRAND. :-D

McDonalds ist hier überall vertreten