nun wollen wir endlich mal wieder mit einem - für Euch hoffentlich
interessanten Bericht - starten.
Dafür haben wir nun endlich den perfekten Grund gefunden: National Days,
auch bekannt als "golden Week"
Anders als in Deutschland, wo es "nur" den Tag der Einheit gibt, wird hier
aus dem Tag eine ganze Woche
(ok, dafür mußten wir den Sonntag vorher "einarbeiten" und auch den
jetzigen Samstag.... aber was tut man nicht alles für SIEBEN FREIE TAGE?!)
Es gibt in China zwei wichtige Feiertage:
Das wäre zum einen "Chinese New Year", der meist dafür genutzt wird um die
Familie zu besuchen und die eben vorgestellte "Golden Week" die wird zum Reisen genutzt.
Und so hat man 2x im Jahr die größten Reisenwellen der Welt um sich, wenn
man denn so deppert ist und in China lebt und arbeitet :)
Das ganze kündigte sich schon ein paar Tage vor den Feiertagen an. Um zu
meinem Shuttebus zu kommen, muss ich nämlich zwei Stationen mit der Metro
fahren.
Da unsere Metro Linie 2 zwischen gleich zwei Flughäfen pendelt (der
internationale Pudong Airport und der nationale Hongqiao) war die natürlich
nicht nur randvoll mit Chinesen, sondern auch mit deren Gepäck.
Und so haben wir uns überlegt, dem ganzen ein Schnippchen zu schlagen und
sind am Tag 1 der golden Week noch in Shanghai geblieben.
Der Plan hat pefekt funktioniert, als wir dann am Donnerstag aufgebrochen
sind, war die Stadt bereits wie leer gefegt und wir konnten ganz gemütlich
mit der Metro zum Flughafen und haben sogar beide einen Sitzplatz ergattern
können. So mag ich das :)
Am Flughafen angekommen, das böse Erwachen!
Auf Empfehlung einer Freundin haben wir über Vietnam Airlines gebucht.
Dummerweise haben die unseren ersten Flug nach Nha Trang einfach gecancelt,
so dass Serena persönlichen in Hanoi bei denen aufgeschlagen ist um das
alles für uns zu kären (DANKE NOCHMAL DAFÜR!) Und so sind wir dann auf Da
Nang gekommen... mit einem Zwischenstopp in Ho Chi Minh City (ehemals
Saigon) und dann ein kurzer Weiterflug nach Da Nang, so der Plan.
Doof nur, dass wir genau 20min (!) für den interchange hatten... da ich
natürlich Sonnencreme und Co dabei hatte (und somit über den 1L Flüssigkeit
gekommen bin), mußten wir einen Koffer als Gepäckstück aufgeben und wurde
noch drauf hingewiesen, dass wir unseren Koffer dann in Ho Chi Minh nochmal
aufgeben müssten. WIE BITTE?! Kurz auf die 20min hingewiesen.
Schulterzucken, auch die Managerin (immer mit Handy am Ohr) gab nur ein "da
kann ich Ihnen jetzt auch nicht helfen!" von sich.
HERVORRAGEND... daran war jetzt nix mehr zu ändern. Also mit einem mulmigen
Gefühl in den Flieger.
Stefan hat sich dann eine der Stewardessen geschnappt und auf unser
klitzekleines Zeitfenster hingewiesen. Die nette Dame ist sogar mit seinem
Zettel in der Hand zum Capitän und kam mit der Info zurück: kein Problem,
wir sind 20min früher da.
Aha..
Da wir immer noch nicht entspannter waren, haben wir nach der Landung
wieder gedrängelt und durften so mit der Business Class aussteigen. Dann
ging es in windeseile durch die Immigration (wir haben ja China verlassen)
und ab zum Kofferband... Stefan hab ich mit meinem Pass *irks*
vorgeschickt, damit er die Tickets klar machen kann und zur Not den Captain
persönlich ausknocken kann, bis mein Koffer und auch ich im Flieger sitzen
Ich bin in der Zwischenzeit wie ein Tiger im Käfig am Kofferband auf und
ab, auf und ab.. immer ein Auge auf die uhr...
Irgendwann konnte ich nicht mehr und hab mir einen Airport Mitarbeiter
geschnappt, der dummerweise gut englisch konnte. Zu gut in diesem Fall. Nach
dem ich ihn über meine verzwickte Lage in Kenntnis gesetzt hab, hat er mich
nämlich glatt gefragt, ob ich noch bei Sinnen sei, so eine Flugverbindung
zu buchen. Bitte?! Kurzes Gespräch mit vielen anderen Mitarbeitern denen
ich nicht folgen konnte, da vietnamesisch (die behaupten tatsächlich, dass
das ne Sprache ist..) und dann: gehen sie zum Kofferband und warten sie auf
ihren Koffer, das wird heut eh nix mehr. WUAH!
Also wieder zurück, siehe da, da ist er schon. Juhu.. dachte ich.. ich arme
Irre wußte da noch nicht, dass ich gefühlt 2km mit Koffer und Handtasche
RENNEN musste um zum Terminal zu kommen, und zwar DRAUSSEN.. in Vietnam
wohl gemerkt, bei herrlichen 36° und gefühlt 100% Luftfeuchtigkeit...
Bäääääääääääääh
Im nächsten Terminal hab ich Stefan zum Glück schnell wieder gefunden
(unsere chin. Handys funktionieren ja im Ausland nicht)
Ab zum Counter, ich war noch immer mit meiner Schnappatmung beschäftigt,
Koffer aufs Band, auf den gestreckten Daumen vom Sicherheitsmann gewartet
und - kaum hatte ich wieder Luft - mußten wir auch schon wieder rennen...
wie die Irren sind wir zum Gate, ohne Rücksicht auf Verluste... und kamen
genau zur Abflugszeit an. Vollkommen fix und fertig riefen wir: wartet auf
uns! wir sind da... haltet den Flieger auf...
Nur um einen grinsenden Vietnam Airline Mitarbeiter gegenüber zu stehen.
Das ist schön, sagt er.. aber wir boarden erst in 20min!
WAAAAAAAAAAAAAS?!
Naja, wengistens hatten alle anderen einen tierischen Spaß an der Szene :P
Mir taten nur die Mitreisenden etwas leid.. schließlich waren wir nun beide
klitschnass geschwitzt!
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| Blick direkt aus dem Hotelzimmer :-) |
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| Platzsparend gebaut |
Am Da Nang Flughafen hat Stefan auf den Koffer gewartet und ich hab einen
Info Schalter gefunden um raus zu finden, wie wir am besten und günstigsten
zum Hotel kommen.
Vor mir war eine Chinesin, die kaum englisch sprechen konnte.. und wissen
wollte, wie sie nun in Vietman an ihr Geld kommt.. tata... Glück für sie
dass ich gelauscht hatte, und prombt mit meinen chinesisch Brocken aushelfen
konnte... der Info Dame ist da mal eben alles aus dem Gesicht gefallen..
eine Ausländerin, die chin. spricht (dass das nur gestammelt war, konnte
sie wahrscheinlich eh nicht verstehen.
Hach, war das gut fürs Ego :P
Rein ins Taxi, ab ins Hotel.. mittlerweile konnten wir über unsere
Sprinteinheit schon herzlich lachen :)
Im Hotel angekommen, wurden uns gleich die Koffer abgenommen und wir wurden
gebeten Platz zu nehmen. Ok... dann mal los..
Denkst de, nach kurzer Zeit kam Mr. Nhung und nahm uns unsere Pässe und
Kreditkarte ab.. huch... kaum wollte ich protestieren, hatte ich auch schon
einen Welcome Drink in der Hand.
Nach kurzer Zeit war Mr. Nhung auch wieder da und verpasste uns eine
persönliche Führung über das schon bei Abend sehr beeindruckte Gelände und
Furama Resort. Viel zu viele Infos um die Zeit.
Er führte uns dann noch zu unserem Zimmer, auch hier gabs eine persönliche
Einweisung, samt handschriftlicher Notizen von ihm und auch unsere Koffer
waren schon wieder da.
Das Zimmer war beeindruckend, seht selbst!
Alles hat perfekt gepasst.. die Aussicht auf den Strand konnten wir leider
nicht mehr geniessen, da es schon recht spät geworden ist.
Also haben wir es uns erstmal gemütlich gemacht, geduscht (was DRINGEND
nötig war) und ins Bett gekuschelt....
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| Sonnenaufgang von unserem Balkon |
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| Impression vom "Infinity Pool" |
Am nächsten Morgen haben wir uns erstmal ausgiebig beim Frühstück gestärkt
und im Anschluss natürlich den herrlich leckeren Vietnam Kaffe on the rocks
genossen... köstlich!
Danach haben wir einen kleinen Spaziergang durch die Gegend gemacht, auf
der Suche nach einem "Mini Markt", damit wir etwas zur Verpflegung parat
hatten.
Dann gings aber ab an den Strand... wow... der private Bereich war
menschenleer und außer Meeresrauschen war nix zu hören... paradiesich
Da ich mich ja entspannen wollte hab ich mir für abends noch eine Anti
Stress Massage gegönnt. Die ging dann doch eeeeeeeeetwas länger, und so
wurde aus unserem eigentlichen Plan, außerhalb zu Essen, nix mehr. War aber
auch nicht schlimm, es gab ja im Hotel genug Auswahl.
Danach haben wir noch einen Strandspaziergang gemacht, barfuss und
Händchenhaltend... gehts noch romantischer :)
Der nächste Tag begann früh... wir haben uns den Sonnenaufgang am Ozean
nicht nehmen lassen und haben ihn von unserem Balkon aus
genossen... herrlich.
Ab zu einem kleinen Fotoshooting an den Pool.. und dann aber frühstücken...
dieses Mal in dem größeren Restaurant, mit einer noch größeren Auswahl.
Wow!
Danach haben wir einen kleinen Ausflug nach Hoi An gemacht, mit dem Hotel
eigenen Shuttledienst... selten haben wir in Asien einen so guten Fahrer
erwischt!
Wir haben die Zeit eher zum Shoppen genutzt und haben eine kleine Pause bei
Snack und Kaffee (natürlich) mit Blick auf den kleinen Hafen gemacht.
Kaum zurück, gings gleich wieder an den Strand und zwischendurch
an die Pools, da mir der Ozean doch nicht ganz geheuer war (jaja.. ich bin
ein Schisser)
Abends gabs noch eine traditionelle Tanzshow vom Hotel, die wir bei einem
Abendessen am Strand genossen haben.
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| Ausflug nach Hoi An |
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| Hoi An |
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| Japanische Brücke in Hoi Ans Altstadt |
Am nächsten Morgen hieß es auch schon Abschied nehmen... erst nochmal an
den Strand :) und dann packen
Zum Abschied hat sogar der Himmel für uns geweint, und uns so den Abschied
leichter gemacht :)
Die Nacht haben wir dann in einem kleinen - aber sehr süßen - Hotel in
Flughafennähe in Saigon verbracht.
Und am nächsten Morgen ging es in aller hergottsfrühe wieder ab nach
Shanghai.
Natürlich war ich immer noch fuchsig, dass uns die Airline gleich 2x so
gestresst hat (erst Flug canceln, und dann diese depperte Flugverbindung)
und so hab ich nach dem Check Inn meinen Unmut auch Kund getan... zur
Wiedergutmachung gabs dann immerhin die Plätze am Notausgang, mit mehr als
genug Beinfreiheit...
Tja, und so endete unser Kurztrip... ich würde jederzeit wieder dort Urlaub
machen... es war einfach ein perfekt, entspannendes Erlebnis, was ich jedem
nur empfehlen kann :)
In diesem Sinne... stay calm
Stefan und Kathrin
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| Blick auf den Strand nach rechts... |
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| und nach links... Menschenleer. :-) |
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| Blick von der Lobby auf den Infinity Pool und das Meer |










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