durch
unseren Kurztrip letzte Woche Montag bis Mittwoch sind wir erst jetzt zum
Schreiben gekommen. Hier unser Bericht:
Vorletzte
Woche sollte eigentlich eine 7-Tage-Arbeitswoche werden. Also arbeiten von
Montag bis Sonntag um dann 3 Tage frei zu haben (Drachenboot Fest). Aber soweit
wollten wir es nicht kommen lassen und haben gemeinsam Samstag und Sonntag
Urlaub genommen. Ich war so frei und hab auch schon Freitag nicht gearbeitet. J
Dafür hatten
wir letzte Woche auch nur 2 Tage Arbeit vor uns und dann war wieder reguläres
Wochenende.
Den Montag vorletzter
Woche waren wir wieder sportlich unterwegs.
Dienstag,
normalerweise Skype-Tag für mich, hatten ich und einige meiner Kollegen eine
Einladung von einem deutschen Kollegen, auf Dienstreise hier, zum Dinner
bekommen. Geplant war Teppanyaki doch als wir dann gemeinsam dort aufschlugen
und uns im Separee gemütlich machen wollten sahen wir keine Koch-Platte sondern
4 kreisrunde Öffnungen in der Tafel. Aha, also Grillen, kein Problem. Der
Einladende hat auch für alle „All-Inklusive“ bestellt. Da brauchten wir also
keine Scheu haben etwas Teures zu bestellen. So haben wir dann auch die Karte
einmal rauf und runter bestellt. Als nächstes wurden wir gefragt, ob wir selbst
grillen, oder ob wir das Essen aus der Küche schon fertig bekommen wollen. Wir
hatten ein paar chinesische Kollegen dabei, die das für uns übersetzten.J
Natürlich
selbst grillen! Macht ja auch mehr Spaß.Doch kaum waren die ersten Sachen zum Grillen geliefert, wurden uns auch schon die Grillzangen aus den Händen genommen…. An jedem Grill stand ab jetzt eine Servicekraft und hat für uns gegrillt… So war das jetzt nicht gedacht, aber okay…
Das Essen war sehr lecker. Nur mit der richtigen Temperatur des Sakes (japanischer Schnaps) haben die es partout nicht hinbekommen. Wir wollten ihn heiß, oder zumindest ordentlich warm, trinken. Doch bei uns in den Keramikbechern angekommen war er nur lauwarm…
Kathrin
hatte in der Zwischenzeit wieder fleißig Chinesisch-Unterricht.
Mittwoch war
wieder Sport angesagt, muss ja gleich wieder verarbeitet werden, was ich so
verspeist hatte ;-)
So und jetzt
mal wieder was zum schmunzeln aus unserem Alltag:
Normalerweise
bekommen wir kleine Sendungen, wie Briefe (z.B. zahlreiche
Hochzeitsfeier-Einladungen aus der Heimat oder Postkarten) nach Hause geschickt
(große Pakte gehen an Kathrins Firmenanschrift, weil dort 24h ein Wachdienst
vor Ort ist und u.a. auch für alle die Pakete annimmt.)
Draußen,
neben unserem Hauseingang sind zwei RIESEN Briefkastenwände. Allerdings ohne
Namen, wie man es aus Deutschland kennt, sondern nur mit den Apartmentnummern
versehen. Der Schlitz und auch der Briefkasten an sich sind dabei so klein,
dass nur Umschläge und Werbung (auch hier gibt es den IKEA-KatalogJ) reinpassen. Heute
fanden wir also einen Zettel im Briefkasten, allerdings auf nur Chinesisch,
haha. Der einzige, lesbare, Hinweis waren unsere Namen. Da sich aktuell mehrere
Geburtstagspakete für Kathrin auf dem Weg befanden, konnten wir uns schnell
zusammen reimen, dass der Zettel eine Abholkarte sein muss. Die Post Adresse
konnte Kathrin mittlerweile sogar auf Chinesisch lesen, aber sicherheitshalber
ein Foto davon geschossen, und einer Freundin geschickt.... man weiß ja nie J
Den
Donnerstag war dann wieder Skypen angesagt. Erst ich mit meiner Mama und dann,
gleich im Anschluss, Kathrin mit Ihrer Familie.
Freitag war
dann mein erster Urlaubstag. Ich machte mich gleich morgens auf dem Weg um das
Paket bei der Post abzuholen, schließlich sollte es ein Geburtstagsgeschenk für
Kathrin beinhalten. Es regnete in Strömen, so dass ich schon Angst hatte kein
Taxi zu bekommen (sobald es anfängt zu regnen werden diese ziemlich schnell,
ziemlich rar...). Aber erst musste ich, unter einem großen Regenschirm, mir
einen Weg durch die Pfützen kämpfen. Gummistiefel hab ich hier, in meiner
Größe, noch keine gefunden. So hab ich die ältesten Schuhe ausgegraben, kurze
Hose angezogen, es ist ja zum Glück sehr warm, und bin dann raus „in die
Fluten“. Mehrmals musste ich Haken schlagen wenn ich schon im Voraus gesehen
habe, dass ich nicht trockenen Fußes den Weg weitergehen konnte. Aber ich hatte
Glück und bin, halbwegs, trocken zur Straße gekommen, wo ich noch mehr Glück
hatte, denn es kam gerade ein Taxi angerauscht, das mich mitnahm. Bei der Post
angekommen wollte ich erst eine Nummer ziehen (das ist hier in den meisten
Serviceläden, wie Banken, Post, Telefonanbietern, üblich). Aber der Wachmann
davor wollte nur kurz den Zettel, mit dem Hinweis, dass ich ein Paket abholen
könne, sehen und zeigte mir den Weg direkt zu einem Schalter. Der Dame hinter
dem Schalter gab ich den Zettel und meinen Ausweis, sie versuchte mir gleich
etwas zu sagen aber dafür reichten meine Sprachkenntnisse, natürlich, nicht
aus. Also verschwand sie kurz und kam mit einem englisch sprechenden Kollegen
wieder. Der erklärte mir, dass mein Paket hier vorne nicht mehr sei. Ich möchte
doch bitte in den Hinterhof gehen und es dort abholen. Okay, dafür dass das
Päckchen erst 2 Tage hier liegt sind die aber ganz schön schnell mit wegräumen.
Ich also wieder raus in den strömenden Regen, einmal ums Gebäude gelaufen und
im Hinterhof angekommen. Hatte eigentlich so was wie nen Schalter oder so
erwartet, aber hier wurden sämtliche Roller und Fahrräder geparkt. Zum Glück
standen da auch einige Mitarbeiter rum und ich zeigte dann einem den Zettel.
Der zeigte mir dass ich in den nächsten Eingang gehen soll. Ich ging hinein und
schon stand ich inmitten einer riesigen Sortierstelle, zumindest sah es so aus
wie eine. Ungefähr 30 Tische standen dort und auf jedem waren riesige Stapel
mit Briefen und Zeitungen. Dahinter stand immer je ein Mitarbeiter und
verteilte… Glaub ich. Dem nächsten, der zur Tür stand, zeigte ich den Zettel.
Er nickte kurz weiter in den Raum rein, in eine Ecke. Auf dem Weg dorthin habe
ich noch mehreren den Zettel gezeigt und bin so bei einer Dame gelandet die
wohl das hat was ich haben möchte. Also, ein letztes Mal, den Zettel
vorgezeigt, und dann fing die Dame an zu suchen und zu kramen. Dann baute sie
sich aus blauen Wannen eine Treppe um an einen Schrank ganz oben zu kommen. Und
die Decke war nicht hoch. ;-) Aber dort wurde sie fündig.
Ich wollte
ihr noch meinen Ausweis zeigen, aber das war überflüssig. Da sie das meiste auf
dem Karton wohl eh nicht lesen konnte hat sie bestimmt gedacht, das kann nur
für einen Ausländer wie mich sein.Glücklich, das Paket in den Händen haltend, suchte ich die nächste Metrostation nach Hause raus und machte mich, in strömenden Regen, auf dem Weg zu dieser. Doch dann hatte ich, wieder einmal Glück, und erwischte ein weiteres Taxi welches mich direkt nach Hause brachte. In Deutschland hätte mich die Strecke mit Linienbussen vielleicht 4 € gekostet. Das gleiche hab ich hier in Summe fürs Taxifahren bezahlt. ;-)
Jetzt konnte
sich Kathrin schon über das erste Geschenk freuen.
Abends sind
wir dann wieder gemeinsam zum Sport.
Samstag früh
dann gleich zum vierten Mal in dieser Woche, da wir es ja in der nächsten Woche
nur zweimal ins Studio schaffen, und das Hotel in ChengDu keinen Fitnessraum
aufweisen kann.
Samstag und
Sonntag haben wir noch einige Besorgungen gemacht. Montag sollte es ja losgehen
mit unserem Trip nach ChengDu.
Sonntagabend
allerdings haben wir uns noch mit 3 Kollegen von mir und der Freundin eines
Kollegen samt Tochter zum Essen verabredet. Geplant war Teppanyaki, aber dann
haben wir doch einen Tisch beim Brasilianer reserviert. Hier haben wir auch
wieder das All-you-can-eat-Paket bestellt. Dabei kann man auf ein großzügiges Buffet
zugreifen und die Kellner kommen mit Spießen voll Gegrilltem vorbei und
schneiden einem was ab, wenn man mag. Bei meinem letzten Besuch hatte ich dabei
auch, aus Versehen, Hühnerherzen gegessen. Sie waren lecker, aber dieses Mal
hab ich dankend abgelehnt. Nur Zunge konnte ich mir nicht verkneifen. Schön
gegrillt, herrlich.
Leider ist,
dank der Live Band, der Geräuschpegel so hoch in dem Laden dass jedes Gespräch
auf das mindeste beschränkt wird. Anschließend wollten wir noch, in Ruhe, einen
Kaffee trinken gehen und haben so den Abend schön ausklingen lassen. Ich hab
dann auch noch von Olli und Serena ein Mitbringsel vom letzten Urlaub geschenkt
bekommen. Vielen Dank nochmal dafür. J
Heute geht’s
los. Kathrin hatte, als sie noch in Wolfsburg gearbeitet hatte, eine PowerPoint
Präsentation über die Panda Aufzuchtstation in ChengDu bekommen (Hier ein Link
über ChengDu auf Wikipedia: (http://de.wikipedia.org/wiki/chengdu)
Natürlich
war sie von all den niedlichen Pandas hin und weg und hat mir gleich
mitgeteilt, dass, sollten wir es je nach China schaffen, dieser Ort ganz oben
auf ihrer Wunschreiseliste steht.
Und so hab
ich kurzerhand Flug und Hotel gebucht bzw. buchen lassen (Die Frau eines
Kollegen arbeitet in einem Reisebüro).Unser Flieger startete erst um 14:20 Uhr so hatten wir noch genügend Zeit für Kofferpacken. Mit der Metro brauchen wir, normalerweise, von unserer Haustür bis zum Flughafen ca. 45 Minuten, die Metrostation ist auch schon im Flughafen integriert, so dass wir nicht weit laufen müssen. Aber als wir in der Metro standen und nur noch zwei Stationen vom Flughafen entfernt waren kam eine Durchsage, nur auf Chinesisch. Normalerweise wird alles noch einmal auf Englisch wiederholt. Da wir so was schon mehrmals hatten, wussten wir was kommt. Alles raus an der nächsten Haltestelle. Und so war es dann auch. Wir wollten gerade raus, da wurde auch schon das Licht in der Bahn ausgemacht. Gut, dann nehmen wir halt die nächste, die kommt ja schließlich alle fünf Minuten.
In der waren wir auch schon drin, als wieder die Lichter ausgingen…. Das gleiche Spiel also von vorn und wieder raus. Es war jetzt schon ein ganz schönes Gedrängel am Bahnsteig.
Bei der dritten Bahn hatten wir dann Glück und konnten drin bleiben. Das Gedränge von draußen ist mit uns eingestiegen, aber wir konnten ja schon an der nächsten Station wieder raus.
Im Flughafen dann noch gemütlich zum Terminal gelaufen, unsere Tickets in Empfang genommen und die beiden Köfferchen abgegeben. Da es hier an den ganzen Schaltern nicht so viel zum Bummeln gibt, sind wir gleich durch die Sicherheitschecks und sind dann dort den ganzen Terminal entlang gegangen. Der erste Weg führte uns zu einem Zeitschriftenladen, wo man uns auch sofort die „Ausländer-Ecke“ zeigte. Dort gab es dann englischsprachige Magazine. Beim Stöbern dort fiel uns auch noch ein deutscher „Stern“ in die Hände, da haben wir nicht lang gezögert und 10 € dafür bezahlt. Das ist definitiv nicht günstig, aber wir können es lesen! J Später konnten wir sogar noch einen „Spiegel“ ergattern.
Etliche Läden später, nur gucken, nicht anfassenJ, sind wir dann zu unserem Gate gekommen. Dank freiem WLAN und speziellen „Charging“-Spots (Auflade Stationen für Handys etc.) konnten wir uns noch ein wenig die Zeit vertreiben.
Erst dann ist mir aufgefallen, dass unser Flug nach ChengDu 4,5 Stunden und der Rückflug nur 3 Stunden dauert… Komisch, aber auch dann haben wir uns nichts weiter bei gedacht. Selbst beim boarden ist uns nichts aufgefallen. Erst als wir nach ca. 1 Stunde Flug über Lautsprecher informiert wurden, dass wir uns jetzt im Landeanflug befinden, wir unsere elektronischen Geräte wieder ausschalten sollten und wir doch bitte auch aussteigen und unsere Sachen mit rausnehmen mögen. Wie jetzt, wir wechseln den Flieger? Das haben wir dann unsere Nachbarn um uns rum gefragt bis uns jemand sagen konnte, dass es nur ein Zwischenstopp in Huashang ist.
Nach der Landung auf diesem Mini-Flughafen haben wir dann alle den Flieger verlassen, diejenigen, die weiter nach ChengDu unterwegs sind, haben eine Art Sonder-Ticket bekommen und sollten in der Boarding-Halle warten. In ca. 20 Minuten geht’s dann weiter. Die Zeit haben wir uns mit einem, sehr kurzem, Rundgang in der Halle und einem Besuch des hiesigen Kioskes vertrieben. Durch einen englischsprechenden Studenten haben wir erfahren, dass wir ganz in der Nähe der „Yellow Mountains“ sind. Diese sind „super famous“ (= sehr berühmt) hier. Okay. Dann hieß es auch schon wieder „ready for take off“. Der nächste Halt war dann aber auch ChengDu.
Vorher gab
es aber noch Essen im Flieger. Man bekommt hier kein komplettes Tablett mit
allem drauf, sondern eine Papp Box mit sämtlichen, kalten Inhalt und Besteck und
eine Aluschale mit dem warmen Essen (wir konnten zwischen Meeresfrüchte mit
Nudeln und Reis mit Rind entscheiden, wir wählten beide letzteres). Ich hab
dann noch Kathrins Fleisch bekommen, die sind aber auch klein diese Portionen,
und gab ihr dafür meinen Nachtisch.
Gleich nach
dem Aufsammeln unserer Koffer sind wir zum Taxistand gegangen und waren positiv
überrascht von der riesigen Schlange an wartenden Taxen. In 3 Reihen standen
sie, dicht an dicht und wurden von 2 Verkehrsassistenten eingewiesen. Hier sind
auch alle Taxen grün und haben einen Pandabären-Aufkleber auf der Motorhaube. In
Shanghai gibt es verschieden farbige Taxen. Die roten zum Beispiel gehören
keinem Unternehmen an und vor denen wird auf Dienstreisen hierher auch gewarnt,
da die sich gern, zu Lasten der Fahrgäste, bereichern…
Leider haben
wir wohl einen Kollegen erwischt, der nicht gut gucken konnte denn er hatte
Schwierigkeiten die Adresse des Hotels zu lesen. Gut, es war auch etwas klein
ausgedruckt… Da er aber Platz machen musste ist er ein Stück vorgefahren und
hat meinen Ausdruck an einen der beiden Assistenten gegeben. Dieser hat ihm
dann die Adresse gesagt. Und schon ging es ab zum Hotel, dachten wir. Um mich
ein wenig zu orientieren hab ich während der Fahrt immer den Navi vom Handy an.
Der Fahrer hat auch die kürzeste Strecke rausgesucht, doch das Hotel hat er
nicht gefunden. Wir haben aber auch vorher gelesen, dass man nicht direkt mit
dem Taxi vorfahren kann, da es in einer Art Fußgängerzone liegt. Also hab ich
den Fahrer anhalten lassen und wir sind dann ausgestiegen. Das Hotel schien
aber niemand zu kennen. Wir wurden dann in die verschiedensten Richtungen geschickt.
Selbst Mitarbeiter eines Restaurants, welches schräg gegenüber von einem Leuchtreklameschild
unseres Hotels standen, haben uns die falsche Richtung gezeigt (Gut, das Schild
hätten wir auch selbst finden können....). Ein kurzer Anruf beim Hotel und ein
wenig Fußmarsch in die richtige Richtung und schon waren wir im „Buddha Zen
Hotel“. Es ist im Stil eines Tempels gehalten und hat zwei, nach oben offene
Innenhöfen. In einem dieser Höfe befindet sich auch ein Buddha mit 4
Gesichtern. Nach kurzem Check in unseren 2 Zimmern, jaha „Wohnzimmer“ und
Schlafzimmer, haben wir noch schnell ausgepackt und wollten dann noch eine
Kleinigkeit zum Abendbrot zu uns nehmen. Mittlerweile war es dann auch schon 20
Uhr. Auf dem Weg zu Hotel sind wir an einem McDonalds vorbeigefahren, das war
unsere Option falls wir nichts anderes finden würden. Wir haben aber in einer
uns unbekannten Hähnchen-Burger-Kette mit Namen Dico`s gespeist. Auf dem
Rückweg haben wir dann noch Getränke und Kleinigkeiten zum Essen für den
kommenden Tag eingekauft. Wenn man die Aufmachung des Ladens nur gesehen hätte,
würde man denken es ist ein „FamilyMart“, diese Läden sind hier in Shanghai überall
zu finden. Aber der Shop hat den lustigen Namen „Wowo“. Danach ging es gleich
zurück zum Hotel.
Der nächste
Teil, Kathrins Geburtstag, hat Kathrin für Euch geschrieben:
Dienstag war
es dann soweit.. wieder ein Jahr älter.. Mmmhh... nützt aber alles nix: raus
aus den Federn, frisch gemacht und ab ans Frühstücksbuffet. Größtenteils
chinesisch ausgestattet und entsprechend deftig (also gebratenen Reis und/oder
Nudeln sind jetzt nicht sooo meine Favoriten am frühen Morgen), aber zum Glück gab’s
auch eine Ecke mit Toast und Marmelade samt Früchten. Perfekt.
Kurz noch
die Tickets für die Panda Station direkt im Hotel gekauft und los.
Praktischerweise
muss man in ChengDu nie lange nach nem Taxi suchen. Einfach verwirrt
dreinschauend am Straßenrand stehen und schon hält ein Taxi an (in Shanghai
gibt es eine bestimmte Handbewegung... der Winke Winke Taxi Arm: aber bitte NIE
übertreiben, sonst erschrecken sich die Taxifahrer!).
30min später
waren wir auch schon da. Der befürchtete Feiertagsansturm blieb aber aus und so
konnten wir recht schnell in den Park marschieren.
Der Park an
sich ist RIESIG und bietet dem Besucher mehrere Möglichkeiten seine Route
selbst zu gestalten. Stefan hat sich mit einer Parkkarte bewaffnet und los ging‘s.
In den ersten Shop durfte ich nur kurz gucken, denn uns stand ja ein langer Weg
bevor... teilweise recht hügelig haben wir uns dann von Station zu Station
gearbeitet. Der Park ist herrlich angelegt mit den unterschiedlichsten Blumen
und natürlich ganz viel Bambus. Zwischendurch gibt es auch immer wieder kleine
Seen und Sitzmöglichkeiten.
Und dann die
Überraschung... nicht nur wir Ausländer hatten mit dem 35° plus Sonne pur zu
leiden (in Shanghai ist es dagegen noch geradezu frühlingshaft), auch die Panda
mögen dieses Wetter anscheinend nicht, und waren deswegen leider nicht in den
schön angelegten Gehegen (erinnerte an Spielplätze für Kinder *g*) sondern lungerten
im inneren Bereich rum.. Schön klimatisiert und haben sich die Bäuche mit
Bambus vollgehauen. Einer war dabei besonders aktiv und hat uns Panda Yoga
vorgeführt. Es gab auch noch „rote“ Panda zu bewundern, die Ähnlichkeiten mit Waschbären aufweisen, aber halt rot sind und deutlich größer. Aber auch die hielten eher Siesta. Bei dem Wetter vollkommen verständlich J
Zwischendurch haben wir zugesehen, dass wir uns mit reichlich Getränken eindeckten und dann doch das ein oder andere Souvenir ergattert.
Uns lief dann auch noch ein Pfau vor die Füße, der von den umstehenden Chinesen durch das Öffnen eines Regen- (hier eher Sonnenschirm) ermutigt werden sollte, sein Federkleid zu präsentieren. Da er aber schon lauthals Protest gegen eine derartige Belästigung einlegte, haben zumindest wir zugesehen, dass wir Land gewinnen! Sicher ist sicher.
Zum Schluss sind wir noch am Swan Lake gelandet, wo ich das erste Mal schwarze Schwäne gesehen habe.
In dem dazugehörigen Rosen Café gab’s leider nur etwas gegen den kleinen Hunger (und das hätte uns nicht mehr ausgereicht) und in dem Restaurant – was zwar riesig war – war aber auch der Bär los.
Also sind wir weiter gen Museum, was man sich auch hätte sparen können.. sein wir mal ehrlich J und von da aus gings dann schon gen Ausgang.
Rein ins Taxi und erst einmal zurück zum Hotel. Dort haben wir – vollkommen erschöpft – eine kurze Pause eingelegt. Man wird ja auch nicht jünger... um dann wieder gen City Centrum aufzubrechen.
In Sachen Shoppingmalls steht ChengDu Shanghai in nichts nach und so haben wir uns eins ausgepickt, aber leider eins erwischt, was keine Fress-Etage hatte... verflixt.. Und so sind wir dann, mittlerweile kurz vorm Hungertot, bei Pizza Hut gelandet.. wieder nix chinesisches... aber da es mittlerweile schon später Nachmittag war, war mit mir nicht mehr zu spaßen.
Gestärkt ging es dann weiter und so bummelten wir durch die Innenstadt, legten noch eine Eis-Pause bei Häagen Dasz ein, und sind dann zu Fuß zum Hotel zurück geschlendert... Das Wetter zeigte sich auch abends von seiner sommerlichen Seite...
Und somit ging auch dieser Geburtstag in der Fremde seinem Ende zu... schön war’s... DANKE, Schatz J
Mittwoch gings
auch schon wieder zurück. Wie die Zeit vergeht… Morgens noch schnell Koffer
gepackt und ab zum Frühstücksraum. Anschließend haben wir ausgecheckt und auch
sofort ein Taxi ergattern können. Eine halbe Stunde später waren wir dann auch
wieder am Flughafen. Hier haben wir noch ein wenig DEUTSCHE Schokolade kaufen
können (für viel Geld *g*). Nach dem Sicherheitscheck sind wir noch ein wenig
den Terminal lang gelaufen und konnten dann, nach kurzer Wartezeit, auch schon
in den Flieger rein. Dieses Mal hatten wir weniger Beinfreiheit als auf dem
Hinweg aber es war noch erträglich für mich. Leider hatte ich einen
schwergewichtigen Passagier vor mir, der gar nicht den Knopf für die Rückenlehnen
Einstellung drücken musste um die Lehne zu verstellen… Tolle Wurst.
Unsere Reihe
hatte auch gar kein Fenster wo man ein wenig rausschauen konnte. Kurz vor
Shanghai fingen dann auch die Turbulenzen an. Selbst die Stewardessen mussten
sich angeschnallt setzen… Und urplötzlich krachten wir auf. Ich war sehr
erschrocken, da wir auch nicht rausschauen konnten, aber es war „nur“ unsere
eigentliche Landung in Shanghai. Puh, so was mag ich gar nicht…Da wir einige Mitbringsel – und Geburtstagsgeschenke – in ChengDu und unterwegs ergattert hatten, waren wir gut beladen und haben uns entschlossen, die Heimreise – nicht wie sonst üblich – mit der Metro anzutreten, sondern mit einem Taxi. Und so waren wir auch ratzfatz zu Hause und zwar ganz entspannt, trotz der vielen Tüten und Koffer.
Kurz ausgepackt und frisch gemacht und schon sind wir wieder weiter. Schließlich war schon Abendbrot Zeit. Wir haben uns entschlossen, mal wieder lecker griechisch zu dinieren und sind nochmal mit einem Taxi gen Ausländergasse (Laowei Jie). Wir hatten auch Glück, und das Restaurant war nicht überfüllt, so dass wir ohne Wartezeit gleich einen Platz bekommen haben. Die Vorspeisen standen auch schnell und lecker auf unserem Tisch. Nur mit der Hauptspeise hatten wir beide etwas Pech. Nun ja, man kann nicht alles haben. Danach gings schnurstracks nach Hause und nach ein paar Folgen DVD war der Urlaub auch schon wieder vorbei. Schade.
Gott sei
Dank erwartet uns ja eine kurze Arbeitswoche J
Der nächste
Feiertag in China steht Mitte September an (Mid Autumn Festival). Mal schauen,
wo es uns dieses Mal hin verschlägt.. die Wunschliste ist noch lang...
Selten habe
ich mich so auf einen Arbeitstag gefreut, wie diesen... Nicht nur, weil schon
Donnerstag ist, sondern auch, weil ich gehofft habe, dass meine
Geburtstagspakete angekommen sind.
Der Guard,
der unser Firmengelände bewacht (zwei mehrstöckige Bürogebäude, sowie eine
Halle für Produktionsanlagen) kam auch gleich auf mich zu geschossen. Unsere
Empfangsdame wollte mich schon drauf hinweisen, dass sie bereits meine Pakete
hätte.. tjaha.. da hat sich aber nicht damit gerechnet, dass ich noch weitere
bekommen hab. J Also hatte ich auf dem Weg zum Arbeitsplatz schon grinsend zwei Pakete unterm Arm. Am Empfang hab ich dann noch zwei weitere bekommen... Hui.. ist das aufregend.
Meine drei chinesischen Kollegen die mir gegenüber sitzen konnten sich ein Lachen nicht verkneifen. Natürlich hab ich gleich jeden Karton aufgerissen und inspiziert... und – wer mich kennt ahnt es – begleitet von der entsprechenden Geräuschkulisse... jetzt denken sie 1x mehr, dass ich nicht ganz dicht bin, weil ich mich über Kosmetikkram und Jutebeutel so freuen kann. J
Gott sei Dank hat Stefan am Donnerstag auch den EDAG Shuttle für die Rückreise gewählt, so hatte ich einen weiteren Lastenträger. Perfekt.
Noch schnell zum Cityshop reingeflitzt... das Glück ist mir hold: ENDLICH gab‘s wieder Frischkäse! Dieses Mal hab ich gleich ordentlich zugriffen... dazu noch frisches Brot, das Abendbrot war gerettet! HURRA.
Natürlich
sind wir am Donnerstag gleich wieder artig wieder ins Fitness Studio geflitzt.
Nützt ja alles nix J
Der
Arbeitstag am Freitag ging auch schnell vorüber. Wir haben beide den IAV-Bus
gewählt, da wir uns um 18 Uhr schon wieder verabredet haben. Unser Freund
Jason, er arbeitet als Trainer in unserem Fitness-Studio, hatte vor langer Zeit
mal gefragt ob wir Lust hätten bei einem MuayThai-Wettkampf (Thaiboxen) dabei
zu sein, als Zuschauer versteht sich. Wir haben sofort zugesagt und auch 2
Karten mehr bestellt. Und so haben wir uns dann vor unserer Shoppingmall mit
Jason, meinen beiden Kollegen Olli und Fernando und Olli`s Freundin samt
Tochter getroffen. Wir wollten noch eine Kleinigkeit Essen. Jason sollte
aussuchen, in der Hoffnung was richtig Einheimisches zu bekommen. Es ging dann
zu „Uff“ einer Einheimischen Fastfood-Kette. Das Essen war lecker nur hab ich
irgendwie verlernt mit Stäbchen zu Essen… Die Currysauce meiner Speise
verteilte sich kurzerhand über mein halbes Hemd… Der Abend fängt ja gut an.
Gesättigt
sind wir dann mit dem Taxi zum Austragungsort, einem Marriott Hotel, gefahren.Nach einigen Begrüßungsworten, Ehrungen und der Vorstellung aller Kämpfer ging es dann auch schon los. Der Erste Kampf war dann doch noch ein wenig schüchtern Aber dann wurde es mit jedem Kampf härter. Beim dritten Kampf war dann auch ein Ausländer im Ring, ein Russe wie wir später erfahren werden. Natürlich galt ihm unsere ganze Sympathie und wir feuerten ihn an. Dank diesem Support wird er wohl auch gewonnen haben. ;-) Das war auch der einzige Kampf des Abends wo richtig Blut spritzte. Der Gegner „unseres“ Russen bekam ein Knie Hieb ans Auge woraufhin seine Augenbraue aufplatzte. Das Blut spritze förmlich nur so raus. Die nahen Sanitäter haben ihn sofort an Ort und Stelle verbunden aber den Kampf hat er dadurch verloren. Gegen halb elf war dann auch der letzte Kampf vorbei und wir machten uns auf dem Weg nach Hause.
Samstag
haben wir wieder alles beim Sport gegeben. Anschließend machten wir uns auf dem
Weg zu einem Decathlon (Mega-Sportartikelgeschäft) um mal wieder ein paar
Sportklamotten zu kaufen. Bisher hatte ich immer Baumwoll-Shirts an aber die
werden nach kurzer Zeit in dem warmen Studio klatschnass und deutlich schwerer.
Außerdem bin ich immer noch auf der Suche nach besseren Turnschuhen für das
Studio. Meine Aktuellen, sie kosteten 13 €, haben null Seitenhalt, geschweige
denn irgendwelche Stützfunktionen… Mit 2 vollen Einkaufstaschen machten wir uns
abends wieder auf dem Heimweg. Ein paar Freizeitschuhe konnte ich auch noch
finden.
Noch einmal
los wollten wir nicht also haben wir Pizza nach Haus bestellt.
Sonntag
konnten wir dann, endlich , seit sehr langer Zeit mal wieder ausschlafen. ;-D
Nach einem
Kleinen Frühstück (Knäckebrot mit Nutella) mussten wir dann doch das Haus
verlassen und Einkaufen gehen. Schon beim Öffnen unserer Apartment-Tür kam uns
warme Luft entgegen. Die letzten Tage war es warm aber seit heute ist es
unangenehm. Über 30°C und sehr hohe Luftfeuchtigkeit sind jetzt „normal“. Der
Sommer hat uns erreicht… Leider sind einige Artikel wirklich wichtig zu kaufen
und so mussten wir durch das Wetter zum Supermarkt schleichen (schnell gehen
geht gerade nicht mehr so..). Dort haben wir dann noch eine Kleinigkeit zu uns
genommen. Anschließend bei Carrefour eingekauft und ab nach Hause. Kathrin
wollte sich noch schnell die Nägel machen lassen und ist dann nachgekommen.Zu Hause angekommen musste ich mich zuerst unter die Dusche stellen. Die kurze Zeit draußen war wie eine Stunde Sport… Als Kathrin dann auch unser zu Hause erreichte beschlossen wir für den Rest des Tages in der klimatisierten Wohnung zu bleiben und nur abends, zur Essensverabredung mit Freunden nach draußen zu gehen.
Abends haben wir uns dann mit Swen, Maggie und deren Tochter Lilian in der Ausländergasse beim Deutschen getroffen. Für mich gab es Kutscherschnitzel mit Semmelknödel, sehr lecker.
Nur beim Nachtisch haben die sich ein wenig angestellt. Ich wollte Kaiserschmarren aber ohne Apfelpüree und stattdessen eine Kugel Vanilleeis. Ich konnte der Bedienung das nicht so klar machen und auch als Maggie unterstützt hat wollte die Bedienung es nicht ganz verstehen. Sie hat aber die Karte mit runter genommen und kam nach einer Weile wieder hoch zu uns und meinte, dass das nicht möglich sei. Gut, dann halt nicht. Und so ist unser Wochenende auch schon wieder vorüber....
Ihr Lieben,
passt bei den Temperaturen, die mittlerweile auch bei Euch den Sommer einläuten, gut auf Euch auf.
Watch out
LinLin und Stefan
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