Liebe Leser,
weiter geht es mit einem Rückblick unserer
Erlebnisse.
Am Donnerstag habe ich mich mit der Irmi verabredet, um
endlich eine
Heizung zu finden, die unsere Badezimmer etwas
temparaturfreundlicher
gestaltet.
So der Plan.
Doof nur, dass wir eine
gefühlte Ewigkeit vor der Vielzahl der Geräte
standen, ohne uns entscheiden
zu können.
Denn, wir wissen a) nicht, was wirklich warm machen kann und b)
wie diese
Dinger dann funktionieren.
Also... Kauf vertagt und weiter in
die Tiefen unseres Carefours abgetaucht.
Das bald "chinese New Year" (Jahr
der Schlange) ansteht, kann einem nicht
entgehen. Denn die Auswahl an
merkwürdigen Dekosachen ist unüberseh- und
hörbar!
Die haben hier im Ernst
eine Girlande, die nicht nur wie wild (natürlich in ROT) leuchtet, nein, das
doofe Ding imitiert auch noch die Chinaböller!
Ja, reicht es denn nicht, wenn
uns hier bald alles um die Ohren fliegt?
Müssen jetzt auch noch die
Dekodinger dabei mitmachen? Oh man.. so langsam
bekomm ich wirklich
Bedenken!
Doof nur, dass ich derzeit noch nicht mal stiften gehen könnte, da
ich meinen Pass abgeben mußte, damit mein Visum verlängert werden
kann.
Verflixxt.
Schnell weg von diesen Kabinet der Merkwürdigkeiten und
prombt standen wir
vor einer Auswahl von... Klobrillenbezügen!
Was soll
ich lange drum reden?! Schwupp die Wupp hatten wir je ein Klobrillen-bezug in
der Hand, gut versteckt zwischen den restlichen Einkäufen, damit man uns
damit ja nicht erwischen kann.
Und bevor Ihr Euch vor Lachen weghaut: Macht
doch mal über Nacht die Fenster in Euren Badezimmern auf und die Heizung aus.
Und geht dann aufs
Klo... dann reden wir nochmal :)
Auch wenn ich mich in
Grund und Boden schäme, dass ich sowas nicht nur
gekauft habe, nein, sogar
auf meine Klobrille gezogen habe, ich freu mich
insgeheim doch jeden Morgen,
wenn mein Popöchen NICHT an der Klobrille
festfriert!
Am Freitag bin
ich, nach etlichen Diskussionen mit meinem inneren
Schweinehund, doch zum
Sport. Da ich noch immer mit meinem Knie zu kämpfen hab, war nur walken
drin.
Der Vorteil: so kann ich nebenbei noch was für meine Bildung tun und
in
meinem eBook lesen.
Am Samstag dann das Wochenhighlight: Irmi und
mein "Ausflug" zur deutschen
Bäckerei Abendbrot (http://www.abendbrot.com.cn/home/index/change_lang:de).
Jaja,
für Euch nicht weiter spannend. Ist doch der Gang zum Brot oder
Brötchen Kauf
quasi nur im Vorbeiflug und verdient keine weitere Beachtung.
Für uns
gestaltet sich jetzt, da unsere Lieblingskette QBake geschlossen
wurde, der
Broterwerb zu einem Drama.
Also, ab ins Taxi und zu Abendbrot gefahren, der
erste deutsche Bäker in
Shanghai. Lt. Routenplaner 30min mit dem Taxi. So der
Plan.
Nach dem wir aber schön 1-2x im Kreis gefahren wurden, was wir
dem
Taxifahrer auch lauthals mitteilten, kamen wir etwas (!) später als
gedacht
an.
Der Laden war überraschend klein. Vlt. hätten wir doch die
zweite Filiale
nehmen sollen? Egal. Irmi hat wie ne Große beim Brotkauf
zugeschlagen, ich
hab mich an Brötchen und Minimandelhörnchen
gehalten.
Überglücklich wieder ins Taxi, dieses Mal auf direktem Wege
zurück. Siehe
da, geht doch schneller.
Flux nen Kaffee organisiert (ich
liebe Shanghai... bei der Starbucksdichte!) und mit der Beute zur
Maniküre.
Ehrlich mal, wenn mich bitte wer aufklären könnte? Während
unseres drei wöchigen Deutschlandaufenthaltes hat sich meine Nagelhaut sowas
von
anständig verhalten. Kaum bin ich wieder hier (ihr erinnert Euch:
als Jetlag Theraphie bin ich gleich zur Maniküre gegangen...) scheint
meine Nagelhaut zurück in alte Muster zu verfallen, nicht nur, dass es
quasi wuchert, nein, mittlerweile reißt sie auch schmerzhaft ein.
Merkwürdig..
Nun ja, es gibt ja Mittel und Wege das zu bekämpfen :)
Im
Anschluss noch schnell auf dem Weg Küchlein gekauft (die bekommt man
hier in
allen nur denkbaren Variationen an jeder Ecke) und los zu meinem
ersten
Prozessmanagement Workshop.
(Deswegen auch die Minimandelhörnchen und
Küchlein = Nervennahrung)
Nach einigen Diskussionen und Informationen waren
wir doch - schneller als
erwartet - fertig. So konnten wir noch kurz heim,
uns frisch machen.
Um 19h stand dann das dazu gehörige Teamdinner bei einer
japanischen HotPot
Kette an. Sehr lecker und bei dem Wetter eine gute
Idee...
Danach sind wir zu viert (Christoph mit Emilia sowie Stefan und ich)
zu
Fuss zu ein paar Bars, die Christoph rausgesucht hatte. Die erste war
auch
schnell erreicht, doch, wir durften nicht rein. "Nur für Japaner"
lautete die klare Aussage. Dann halt nicht. Tz.
Weiter zur nächsten...
Auch die zierte sich etwas, bzw. einfach nicht zu finden war. Und so sind wir
halt zu einer anderen japanischen Cocktailbar.
Der Eingang war erst
verwirrend. Sehr stylisch, aber auch sehr leer.
Aha, wir wurden persönlich
eine Etage tiefer geführt, direkt an die Bar.
Das war auch perfekt, wie sich
zeigen sollte. "Kurz" ein Blick in die japanisch/englische Karte... Und siehe da,
der Bartender weiß, was er tut.
Diese Cocktailshow machte ihrem Namen alle
Ehre... ich hab keine Ahnung,
wie er das gemacht hat, aber er hat den Shaker
in einer Geschwindigkeit
geschüttelt, das mir der Mund offen stand. Außerdem
haben sich - trotz des
Tempos - NUR die Unterarme bewegt. Der Rest des
Körpers zeigte keine
Regung. Etliche Rituale später waren unsere Cocktails
fertig und schmeckten
wunderbar!
Nach insgesamt 6 Cocktails (nein, nicht
für mich...) die Rechnung. 70EURO!
Wow... Und des Rätzels Lösung warum die
Cocktails so günstig waren, es
wurde pro Person ein Tischpreis fällig. Gut,
wieder was gelernt.
Kaum waren wir draußen, haben wir auch die eigentliche
Bar entdeckt.
Schade, geschlossen.
Was nu? Ab in eine Bierlounge. Für mich
gabs erst ein Pfirischbier (sehr
lecker) dann ein Kirschbier (roch verdächtig
nach Ahoi Brause und war
klebrig süß). Für Stefan gabs zu erst das Bier des
Monats (irgendwas mit
Thymian) und noch irgendein Bierchen (fragt mich jetzt nicht, was das war... ich gebe zu, zu der späten Stunde leicht den Überblick verloren zu haben)
Dann gings aber ab mit dem
Taxi nach Hause...
Am Sonntag waren wir mit Doreen - eine deutsche
Freundin - verabredet. Wir
haben uns in der U-Bahn getroffen und sind
gemeinsam auf die Pudong Seite.
Erstmal zum Apple Store (sehr
beeindruckend!). Für mich gabs für meinen
iPod zwei neue Hüllen (eine für den
Sport und eine zum Schutz) Doreen
wollte sich beraten lassen, was mit ihrem
iPad los ist. Aber bei den
Reparaturkosten kommt ein neues Gerät fast
günstiger! Also weiter, erstmal
was zum Mittagessen finden. Gelandet sind wir
bei Brotzeit
(www.brotzeit.co) Die Karte hat sich gelesen, als ob wir in Deutschland
wären.
Der Service war zwar sehr freundlich und hatte fast schon putzige
Züge, war
aber eine glatte Katastrophe. Erst sollte es statt der
bestellten Kürbissuppe für uns Gulaschsuppe geben (äh, nein danke) dann
sollte ich meine Nachspeise vor der Suppe essen (ähm, auch nicht) dann gabs
unsere richtige Suppe und gleich im Anschluss - so ohne Pause - den Nachtisch
und Stefans Hauptgang (von dem sie aber die Knödel vergessen haben)
Naja,
geschmeckt hats trotzdem.
Dann sind wir auf, zu unserem eigentlichen Ziel.
Vor langer Zeit haben wir
nämlich versucht (Sadi, Irmi, Stefan und ich) im
Jing Mao Tower das Atrium
zu bewundern. Das ist nämlich das höchste Atrium
der Welt (http://de.wikipedia.org/wiki/Jin_Mao_Tower) Nur gefunden haben
wir es
nicht.
Doreen hat sich bereit erklärt, als Touriführer herzuhalten
und uns zu
zeigen, wie es geht... *tata* schon konnten wir von oben nach
unten
gucken... und waren beeindruckt... Nur bei Stefan machte sich
die Höhenangst mit einem Mal wieder bemerkbar. Also... schnell wieder runter
um von unten nach oben zu gucken. Leider waren alle Plätze belegt,
sonst hätten wir vor Ort noch eine Teepause gemacht.
So sind wir weiter
und sind bei Feinkost Käfer vorbei... Nach kurzen Diskussionen haben wir die
Situation genutzt, und gleich für den nächsten
Sonntag einen Brunch gebucht.
Mit anschließendem Besuch in der Snowbar. Ich
bin gespannt.
Weiter gings
Richtung Fähre, wo wir mit unserer Metrokarte das Ticket
zahlen konnten. Nun
sind wir - Stefan und ich - das erste Mal über den
Fluss - statt mit der
Metro durch den Tunnel - auf die andere Seite zurück
gekehrt.
Dort haben
wir uns erstmal einen heißen Kakao gegönnt (ok, bei Doreen und
mir gabs noch einen Schuss Baileys dazu)
Stefan hat sich von dort aus auf gen
West Nanjing Road gemacht und wir
Mädels sind ab gen Fussmassage
aufgebrochen. Herrrrrrrrrlich!
Tiefenentspannt hab ich mich mit Stefan in
unserer ShoppingMall getroffen
und zum Abendessen gabs endlich mal wieder
Sushi.
Dann ab nach Hause (auf dem Weg noch Obst gekauft und Rechnungen
bezahlt).
Eigentlich wollten WIR noch DVD gucken... Stefan hat es auch
geschafft.. nur ich irgendwie nicht :)
Zack, war unsere erste Woche in
Shanghai auch schon wieder vorbei.
Die Woche wird wenig interessantes für
Euch bieten:
Montag: Sport (endlich wieder im Warmen duschen) (Nachtrag am Dienstag Morgen: Sport ist ausgefallen, da ich bei dem SMOG lieber nicht einen Schritt mehr als nötig nach draußen setzen wollte)
Dienstag:
skypen mit der Familie
Mittwoch: Sport
Donnerstag: Unterricht (wenn unsere
Lehrerin wieder genesen ist)
Freitag: Sport
Samstag: noch keine weiteren
Pläne
Sonntag: Käfer Brunch
Ihr Lieben, denkt beim nächsten Bäcker
Besuch an uns
Take care
LinLin
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