Montag, 14. Januar 2013

gewußt wie....

Liebe Leser,

weiter geht es mit einem Rückblick unserer Erlebnisse.

Am Donnerstag habe ich mich mit der Irmi verabredet, um endlich eine
Heizung zu finden, die unsere Badezimmer etwas temparaturfreundlicher
gestaltet.
So der Plan.
Doof nur, dass wir eine gefühlte Ewigkeit vor der Vielzahl der Geräte
standen, ohne uns entscheiden zu können.
Denn, wir wissen a) nicht, was wirklich warm machen kann und b) wie diese
Dinger dann funktionieren.
Also... Kauf vertagt und weiter in die Tiefen unseres Carefours abgetaucht.
Das bald "chinese New Year" (Jahr der Schlange) ansteht, kann einem nicht
entgehen. Denn die Auswahl an merkwürdigen Dekosachen ist unüberseh- und
hörbar!
Die haben hier im Ernst eine Girlande, die nicht nur wie wild (natürlich in ROT) leuchtet, nein, das doofe Ding imitiert auch noch die Chinaböller!
Ja, reicht es denn nicht, wenn uns hier bald alles um die Ohren fliegt?
Müssen jetzt auch noch die Dekodinger dabei mitmachen? Oh man.. so langsam
bekomm ich wirklich Bedenken!
Doof nur, dass ich derzeit noch nicht mal stiften gehen könnte, da ich meinen Pass abgeben mußte, damit mein Visum verlängert werden kann.
Verflixxt.
Schnell weg von diesen Kabinet der Merkwürdigkeiten und prombt standen wir
vor einer Auswahl von... Klobrillenbezügen!
Was soll ich lange drum reden?! Schwupp die Wupp hatten wir je ein Klobrillen-bezug in der Hand, gut versteckt zwischen den restlichen Einkäufen, damit man uns damit ja nicht erwischen kann.
Und bevor Ihr Euch vor Lachen weghaut: Macht doch mal über Nacht die Fenster in Euren Badezimmern auf und die Heizung aus. Und geht dann aufs
Klo... dann reden wir nochmal :)
Auch wenn ich mich in Grund und Boden schäme, dass ich sowas nicht nur
gekauft habe, nein, sogar auf meine Klobrille gezogen habe, ich freu mich
insgeheim doch jeden Morgen, wenn mein Popöchen NICHT an der Klobrille
festfriert!

Am Freitag bin ich, nach etlichen Diskussionen mit meinem inneren
Schweinehund, doch zum Sport. Da ich noch immer mit meinem Knie zu kämpfen hab, war nur walken drin.
Der Vorteil: so kann ich nebenbei noch was für meine Bildung tun und in
meinem eBook lesen.

Am Samstag dann das Wochenhighlight: Irmi und mein "Ausflug" zur deutschen
Bäckerei Abendbrot (
http://www.abendbrot.com.cn/home/index/change_lang:de).
Jaja, für Euch nicht weiter spannend. Ist doch der Gang zum Brot oder
Brötchen Kauf quasi nur im Vorbeiflug und verdient keine weitere Beachtung.
Für uns gestaltet sich jetzt, da unsere Lieblingskette QBake geschlossen
wurde, der Broterwerb zu einem Drama.
Also, ab ins Taxi und zu Abendbrot gefahren, der erste deutsche Bäker in
Shanghai. Lt. Routenplaner 30min mit dem Taxi. So der Plan.
Nach dem wir aber schön 1-2x im Kreis gefahren wurden, was wir dem
Taxifahrer auch lauthals mitteilten, kamen wir etwas (!) später als gedacht
an.
Der Laden war überraschend klein. Vlt. hätten wir doch die zweite Filiale
nehmen sollen? Egal. Irmi hat wie ne Große beim Brotkauf zugeschlagen, ich
hab mich an Brötchen und Minimandelhörnchen gehalten.
Überglücklich wieder ins Taxi, dieses Mal auf direktem Wege zurück. Siehe
da, geht doch schneller.
Flux nen Kaffee organisiert (ich liebe Shanghai... bei der Starbucksdichte!) und mit der Beute zur Maniküre.
Ehrlich mal, wenn mich bitte wer aufklären könnte? Während unseres drei wöchigen Deutschlandaufenthaltes hat sich meine Nagelhaut sowas von
anständig verhalten. Kaum bin ich wieder hier (ihr erinnert Euch: als Jetlag Theraphie bin ich gleich zur Maniküre gegangen...) scheint meine Nagelhaut zurück in alte Muster zu verfallen, nicht nur, dass es quasi wuchert, nein, mittlerweile reißt sie auch schmerzhaft ein. Merkwürdig..
Nun ja, es gibt ja Mittel und Wege das zu bekämpfen :)
Im Anschluss noch schnell auf dem Weg Küchlein gekauft (die bekommt man
hier in allen nur denkbaren Variationen an jeder Ecke) und los zu meinem
ersten Prozessmanagement Workshop.
(Deswegen auch die Minimandelhörnchen und Küchlein = Nervennahrung)
Nach einigen Diskussionen und Informationen waren wir doch - schneller als
erwartet - fertig. So konnten wir noch kurz heim, uns frisch machen.
Um 19h stand dann das dazu gehörige Teamdinner bei einer japanischen HotPot
Kette an. Sehr lecker und bei dem Wetter eine gute Idee...
Danach sind wir zu viert (Christoph mit Emilia sowie Stefan und ich) zu
Fuss zu ein paar Bars, die Christoph rausgesucht hatte. Die erste war auch
schnell erreicht, doch, wir durften nicht rein. "Nur für Japaner" lautete die klare Aussage. Dann halt nicht. Tz.
Weiter zur nächsten... Auch die zierte sich etwas, bzw. einfach nicht zu finden war. Und so sind wir halt zu einer anderen japanischen Cocktailbar.
Der Eingang war erst verwirrend. Sehr stylisch, aber auch sehr leer.
Aha, wir wurden persönlich eine Etage tiefer geführt, direkt an die Bar.
Das war auch perfekt, wie sich zeigen sollte. "Kurz" ein Blick in die japanisch/englische Karte... Und siehe da, der Bartender weiß, was er tut.
Diese Cocktailshow machte ihrem Namen alle Ehre... ich hab keine Ahnung,
wie er das gemacht hat, aber er hat den Shaker in einer Geschwindigkeit
geschüttelt, das mir der Mund offen stand. Außerdem haben sich - trotz des
Tempos - NUR die Unterarme bewegt. Der Rest des Körpers zeigte keine
Regung. Etliche Rituale später waren unsere Cocktails fertig und schmeckten
wunderbar!
Nach insgesamt 6 Cocktails (nein, nicht für mich...) die Rechnung. 70EURO!
Wow... Und des Rätzels Lösung warum die Cocktails so günstig waren, es
wurde pro Person ein Tischpreis fällig. Gut, wieder was gelernt.
Kaum waren wir draußen, haben wir auch die eigentliche Bar entdeckt.
Schade, geschlossen.
Was nu? Ab in eine Bierlounge. Für mich gabs erst ein Pfirischbier (sehr
lecker) dann ein Kirschbier (roch verdächtig nach Ahoi Brause und war
klebrig süß). Für Stefan gabs zu erst das Bier des Monats (irgendwas mit
Thymian) und noch irgendein Bierchen (fragt mich jetzt nicht, was das war... ich gebe zu, zu der späten Stunde leicht den Überblick verloren zu haben)
Dann gings aber ab mit dem Taxi nach Hause...

Am Sonntag waren wir mit Doreen - eine deutsche Freundin - verabredet. Wir
haben uns in der U-Bahn getroffen und sind gemeinsam auf die Pudong Seite.
Erstmal zum Apple Store (sehr beeindruckend!). Für mich gabs für meinen
iPod zwei neue Hüllen (eine für den Sport und eine zum Schutz) Doreen
wollte sich beraten lassen, was mit ihrem iPad los ist. Aber bei den
Reparaturkosten kommt ein neues Gerät fast günstiger! Also weiter, erstmal
was zum Mittagessen finden. Gelandet sind wir bei Brotzeit
(
www.brotzeit.co) Die Karte hat sich gelesen, als ob wir in Deutschland wären.
Der Service war zwar sehr freundlich und hatte fast schon putzige Züge, war
aber eine glatte Katastrophe. Erst sollte es statt der bestellten Kürbissuppe für uns Gulaschsuppe geben (äh, nein danke) dann sollte ich meine Nachspeise vor der Suppe essen (ähm, auch nicht) dann gabs unsere richtige Suppe und gleich im Anschluss - so ohne Pause - den Nachtisch und Stefans Hauptgang (von dem sie aber die Knödel vergessen haben)
Naja, geschmeckt hats trotzdem.
Dann sind wir auf, zu unserem eigentlichen Ziel. Vor langer Zeit haben wir
nämlich versucht (Sadi, Irmi, Stefan und ich) im Jing Mao Tower das Atrium
zu bewundern. Das ist nämlich das höchste Atrium der Welt (
http://de.wikipedia.org/wiki/Jin_Mao_Tower) Nur gefunden haben wir es
nicht.
Doreen hat sich bereit erklärt, als Touriführer herzuhalten und uns zu
zeigen, wie es geht... *tata* schon konnten wir von oben nach unten
gucken... und waren beeindruckt... Nur bei Stefan machte sich die Höhenangst mit einem Mal wieder bemerkbar. Also... schnell wieder runter um von unten nach oben zu gucken. Leider waren alle Plätze belegt, sonst hätten wir vor Ort noch eine Teepause gemacht.
So sind wir weiter und sind bei Feinkost Käfer vorbei... Nach kurzen Diskussionen haben wir die Situation genutzt, und gleich für den nächsten
Sonntag einen Brunch gebucht. Mit anschließendem Besuch in der Snowbar. Ich
bin gespannt.
Weiter gings Richtung Fähre, wo wir mit unserer Metrokarte das Ticket
zahlen konnten. Nun sind wir - Stefan und ich - das erste Mal über den
Fluss - statt mit der Metro durch den Tunnel - auf die andere Seite zurück
gekehrt.
Dort haben wir uns erstmal einen heißen Kakao gegönnt (ok, bei Doreen und mir gabs noch einen Schuss Baileys dazu)
Stefan hat sich von dort aus auf gen West Nanjing Road gemacht und wir
Mädels sind ab gen Fussmassage aufgebrochen. Herrrrrrrrrlich!
Tiefenentspannt hab ich mich mit Stefan in unserer ShoppingMall getroffen
und zum Abendessen gabs endlich mal wieder Sushi.
Dann ab nach Hause (auf dem Weg noch Obst gekauft und Rechnungen bezahlt).
Eigentlich wollten WIR noch DVD gucken... Stefan hat es auch geschafft.. nur ich irgendwie nicht :)
Zack, war unsere erste Woche in Shanghai auch schon wieder vorbei.

Die Woche wird wenig interessantes für Euch bieten:
Montag: Sport (endlich wieder im Warmen duschen) (Nachtrag am Dienstag Morgen: Sport ist ausgefallen, da ich bei dem SMOG lieber nicht einen Schritt mehr als nötig nach draußen setzen wollte)
Dienstag: skypen mit der Familie
Mittwoch: Sport
Donnerstag: Unterricht (wenn unsere Lehrerin wieder genesen ist)
Freitag: Sport
Samstag: noch keine weiteren Pläne
Sonntag: Käfer Brunch

Ihr Lieben, denkt beim nächsten Bäcker Besuch an uns
Take care
LinLin

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