Donnerstag, 20. September 2012

Teambuilding die erste

Hallo liebe Leser,

es folgt eine Sondermeldung :)

Jedes Jahr gibt es für die verschiedenen Abteilungen bei EDAG Shanghai ein
Budget von welchem ein Teambuilding veranstaltet wird.
Eine andere Abteilung ist z.b. erst nach Suzhou zum Paintball spielen
aufgebrochen und dann weiter nach Hangzhou

Für uns ging es - nach gefühlten wochenlanger Planung unserer Sekretärin
Tina - nach ChenZhen, einer kleinen Insel die noch zu Shanghai gehört... im
weitläufigsten Sinne.
Schon seit Tagen machte sich Hektik breit, Karton über Karton wurde zu Tina
ins Büro geschleppt. Der Inhalt: Geschenke und Fressalien :)
Am Donnerstag wurden dann "Fresstüten" gepackt. Denn....: Kein Chinese
fährt einfach irgendwohin ohne seine Verpflegung für die Tour
sicherzustellen.
War schon ein lustiges Bild: Ein Tisch, 10 chinesische Kollegen und alles
voller Essen :)


Am Freitag ging es dann gegen Mittag für mich schon los.. Tina hat mich
kurzerhand zwangsverpflichtet mit einem der drei Reisebusse gen Shanghai
Volkswagen zu fahren um die Kollegen die vor Ort eingesetzt werden
einzufangen und per Liste abzuhaken.
Ich sollte für die ausländischen Kollegen zu ständig sein... dumm nur, dass
Sadi, Irmi und ich eh schon vor Ort bei EDAG sitzen, Christoph (mein
Teamleiter) hatte seine Teilnahme schon abgesagt, Kay hat einen
kurzfristigen Termin vom Kunden reinbekommen.... Tja und Holger und Dorian
saßen im Taxi gen EDAG.
Somit war ich... ähm... überflüssig :)
Alle chin. Kollegen eingesammelt, zurück zu EDAG.

Ich hatte grad noch Zeit meine 7 Sachen zu schnappen und schwupp saßen wir
auch schon - natürlich mit Verpflegungstüte und einer Flasche Wasser
bewappnet - in einem der drei Busse.

Nun mußten wir erstmal die Fahrt von Anting nach Pudong zum Hafen hinter
uns bringen... Das hat dann schonmal 2,5h gedauert...
Dann ab zum Hafen, Tickets an alle verteilt und um 14.30h gings dann mit
dem Schiff zur Insel. Wobei das Wort "Schiff" die Übertreibung des Jahres
ist... Nussschale trifft es da wesentlich besser :P
Von außen betrachtet hätte ich gewettet, dass wir da gar nicht alle
reinpassen.... man gut, dass ich keinen Wettpartner gefunden hab... 3-4-3
Reihe und das in drei Räumen... wißt Ihr Bescheid.

Damit wir nicht seekrank werden konnten, wurden vorab kleine runde
Heftpflasterchen an uns verteilt, die wir hinter die Ohren kleben sollten.
Also gerochen hats definitiv wie Medizin. Aber ob das hilft? Egal. Nen
Versuch ist es wert... Angeblich sollte der Wirkstoff 3 Tage halten... das
Pflaster sah das aber anders und so purzelten schon am Hafen die ersten
Pflaster vom Ohr.

Aber... was soll ich sagen... trotz beachtlichem Wellengang hat es
zumindest bei Irmi und mir geholfen. Immerhin.
Raus aus der Fähre, wieder rein in den Bus... ab zum Hotel.

Die ganze Empfangshalle voll mit Kollegen.. ich hab mich schon auf
stundenlange Wartezeiten eingestellt... erstaunlicherweise hatten alle
relativ schnell ihre Zimmerschlüssel und so konnten Irmi und ich unsere
Bleibe begutachten.

Das Zimmer ansich war ok von der Größe und für unsere Zwecke echt
ausreichend. Was die Sauberkeit angeht... nun ja, denkt Euch einfach Euren
Teil...
Nur soviel: wenn es jemand dreckig und hart mag, kann ich ihm da jetzt ein
super Hotel nennen (kurzer Sarkusmusanfall *g*)

1h später standen wir auch schon wieder versammelt in der Empfangshalle und
sind zu Fuss zu der Restaurantmeile.
Dort gabs dann Seafood. Da uns das vorab "angedroht" wurde, hab ich
vorgesorgt und tatsächlich deutsche Chips von Carrefour tütenweise
mitgenommen *sicher ist sicher*

Uns wurde dann mitgeteilt, dass wir leider schon am Samstag Mittag wieder
abreisen müßten, da es für die Insel eine Taifun Warnung gibt ("nicht schon
wieder...")
Deswegen wurde die Beachparty auf Freitag Abend vorverlegt. Zurück zum
Hotel, rein in den Bus.. und... wieder raus.. der Strand wurde gesperrt.
Menno

Also sind wir mit ein paar Kollegen zurück zum Restaurant (Kneipen haben
sie angeblich keine...) und haben wenigstens den Abend mit ein paar
Bierchen ausklingen lassen und waren erstaundlich früh (und damit mein ich
nicht morgens) zurück am Hotel.

Am nächsten Morgen mußten wir dann um 7Uhr (AN EINEM SAMSTAG) beim
Frühstück sein, 7.30h gings dann aber wirklich an den Strand - statt der
geplanten Bergwanderung - und wir wurden in Gruppen eingeteilt.
Allein das hat schon für ein herrliches Durcheinander gesorgt.
Dann mußten wir erst einen Teamnamen finden (Sand und Meer - natürlich auf
chin. - war unserer)
Dann mußte sich jedes Team ein Gruppenbild überlegen, welches dann den
anderen Teams "vorgeführt" wurde und für einige Belustigungen gesorgt hat.
Danach haben wir lustige Knotenspiele "praktiziert" aus denen mein Team
wieder als Sieger hervor ging.
Weiter ging es mit dem letzten Spiel: bildet die längste Kette... was
machen meine chin. Kollegen? 1-2-3 Oberkörper frei... alles was Hemden,
Jacke, Schal, Gürtel, Schnürsenkel und Ladekabel war wurde munter zusammen
geknotet... und unser Teamleader lag oben ohne im Sand um die letzten
Zentimeter rauszuholen... Bilder, die ich nie wieder aus meinem Kopf
bekommen werde!

Auch hier waren wir mit vorn dabei.
Nach einem weiteren lustigen Knotenspiel gegen ein anderes Team standen wir
als - verdiente - Sieger (wie ich finde) fest und wir haben unsere
Gutscheine für chin. Tupperware erhalten.

Danach wurde noch bei bereits spürbaren Taifun Ausläufern Volleyball am
Strand gespielt und dann ging es endlich in den Bus.
Ab zum Mittag - Seafood! Welch Überraschung - und husch husch ab in den Bus
zurück an den Hafen.
Auf den letzten Drücker haben wir die letzte Fähre ergattert und so konnte
ich nach einer gefühlten Ewigkeit um 18h total erledigt zu Hause
eintreffen...

Ich bin stolz wie Oskar, mein erstes chin. Teambuilding ohne sichtbare
Narben oder anderweitige Schäden überlebt zu haben :)

Da uns ja jetzt die Hälfte von unserem eigentlichen Budget verbraucht
haben, wurde uns bereits eine weitere Teambuildungsmaßnahme angekündigt.
Es bleibt spannend, Kinners :)

Also.. stay tuned and take care
LinLin

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