Freitag, 1. Juni 2012

Hallo Zusammen,

entschuldigt für das unregelmäßige erscheinen unseres Blogges. Aber, wie Kathrin schon berichtete, vergeht hier die Zeit irgendwie schneller, man schafft weniger wie in der gleichen Zeit in Deutschland. Und das hat nicht nur was mit dem angewiesen sein auf Öffentliche Verkehrsmittel zu tun. Durch die Massen an Menschen hier in der Stadt kommt man generell nicht so schnell voran. Und wenn dann die Person direkt vor Dir aus heiterem Himmel auch noch stehen bleibt, ohne Rücksicht auf die folgenden, kann man nur hoffen, daß man über katzengleiche Reflexe verfügt, um nicht mit der Person zusammenzustossen (hab ich, natürlich *fg*)..

Und, mal kurz in den Supermarkt zu fahren ist hier fast unmöglich. Es ist immer ein größerer Zeitaufwand vonnöten. Wenn wir zu unserem nächstgelegenen Supermarkt (Carrefour) zum Einkaufen wollen müssen wir, wenn wir zu Hause starten, ersteinmal unsere Hackenporsche mitnehmen, jaha, auch wenn ich mich jetzt anhöre wie ein Rentner, aber die Dinger sind nützlich, so ohne Fahrrad, Mopped oder Auto... Die sind auch rückenfreundlicher, für Kathrin, nur nicht für mich da es diese Dinger nur in einer Universalgröße zu geben scheint.
Bis letzten Freitag hatten wir nur ein Exemplar, aber wir dachten uns, falls mal ein größerer Einkauf ansteht, dass zwei doch besser wären. Also ich ab nach der Arbeit mit der Mission, einen weiteren Hackenporsche zu organisieren. Hab sie auch auf Anhieb gefunden. Doch bevor ich mich bei der riiieesigen Auswahl (1 Rad oder 2 Räder, wobei das erste einen defekt darstellt) entscheiden durfte, hatte ich noch die Gelegenheit einem anderen Alien zu helfen. Ich schätze mal er kam aus Mexiko oder USA, sein Chinesisch war auf dem gleichen Level wie meins, gaaanz gering, und war auf der Suche nach nem geeigneten Klapprad für sich.
2 hatte er auch schon in die engere Auswahl genommen und schaute mich mit großen Augen an, für welches der beiden er sich denn entscheiden sollte. Er noch kurz die Beweggründe für den Kauf aufgezählt, natürlich in Englisch, und meinte, ich soll doch mal die beiden, zusammengeklappten, Bikes anheben und ihm mitteilen, welches denn leichter sei.. Der hat vielleicht Ideen... Das Schätzen und Vergleichen von Gewichten ist noch nicht einmal meine Bronze-Disziplin... Da ich aber nunmal ihm gern helfen wollte, hab ich beide nacheinander mal angehoben, was schon schwierig war, da sie über keine Tragegriffe verfügten.
Sie fühlten sich gleich schwer an... Mit Hilfe unserer beiden Sprachführer versuchten wir dann dem, mittlerweile dazugestossenem, Supermarkt-Mitarbeiter zu fragen welches er denn empfehlen würde. Nur der meinte, mit Handzeichen, dass beide super sind... Tolle Wurst.
Schließlich machte der Fahrradkäufer mit beiden eine kurze Testfahrt im Supermarkt und entschied sich dann für eines der beiden Fahrräder. Und da trennten sich unsere Wege und ich stand wieder vor der Auswahl an Hackenporsche...
Dann hab ich leider auch noch den Fehler gemacht, ausgerechnet einen zu greifen, ohne darauf zu achten ob dieser einen Barcode besitzt. Was er nämlich nicht hatte... Ich also zusammen mit dem restlichen Einkauf zur Kasse. Als ich dann nach gefühlter Ewigkeit endlich dran war, die Schlangen hier sind ungefähr mit denen in Deutschland zu vergleichen, nur funktionieren hier teilweise die Förderbänder nicht oder es gibt andere Problemchen, die die Abfertigung zeitlich anschwellen lässt, wurde ich selbst so ein Problemchen. Klar ich hab mir gemerkt, wie teuer die Dinger waren, habe es dank des Übersetzters auch gezeigt aber ohne Barcode ist nichts machbar...
Sie also ihre Vorarbeiterin in den Laden gescheucht um ein anderes Exemplar mit Barcode zu holen. In der Zwischenzeit suchte die Kassiererin auch nach dem Diebstahlschutz, welcher auch nicht vorhanden war... Ich hätte also so tun können als wäre es schon meiner. Das hab ich dann zu spät gemerkt...
Bin aber auch noch zu ehrlich um den einfach frech durchzuschieben
Auf jedem Fall sind wir jetzt stolze Besitzer von 2 Porsche.

Die Anekdote mit dem anderen Alien erlebt man hier recht häufig. Was ich auch sehr cool finde. Letztens als ich auf Kathrin und Ihre Kollegin in der "Ausländergasse" wartete um zu unseren Schneidern zu gehen. Die Ausländergasse ist eine ca. 500 Meter lange Gasse in der sich sämtliche ausländische Restaurants, Imbiße und Bars angesiedelt haben. Alles ein wenig teurer aber man kann unter anderem in den Genuss von heimischen Spezialitäten kommen.
Ich stand da also nur so rum und plötzlich sprach mich ein dunkelhäutier Alien an ob 1. es hier auch Clubs oder Discotheken in der Gasse gebe, ich war auch erst das zweite Mal dort aber das konnte ich ihm beantworten. 2. wollte er von mir wissen wo denn der nächste Carrefour zu finden ist. Auch das wusste ich *hurra* leider hab ich die beiden Augänge total vertauscht und hab zunächst gedacht, dass ich ihm zu dem falschen geschickt hab... Da war er aber schon längst in die von mir genannte Richtung unterwegs. Ich also hinter ihm her, das laufen war ne doofe Idee, keine zwanzig Schritt und ich war, mal wieder durchnässt. Als ich den Kollegen dann eingeholt hatte, merkte ich, dass ich ihn zumindest in die korrekte Richtung gewiesen hab. Nur sah es dort anders aus als laut meiner Beschreibung. Ich also alles korrigiert. Er hat sich dann noch ca. 20 Mal bedankt und ist dann weiter in Richtung des Supermarktes.
Da er auch gleichzeitig in die Richtung gegangen ist, aus der Kathrin und Irmi kamen, wollte ich mir einen Spass machen und Kathrin mitteilen, dass sie ihn doch ansprechen sollte und ihm den weiteren Weg verraten sollte. Das Gesicht wär bestimmt sehr interessant gewesen. :-D
Leider hat da die Kommunikation mit unseren Handys nicht ganz so geklappt. Die beiden Ladys hatten ihn schon weitergeholfen... Schade.

Freitags, kurz vor Abfahrt unseres Shuttlebusses, wird immer ein Arbeitskollege zum Supermarkt geschickt um das, schon fast traditionelle, isotonische Erfrischungsgetränk zu organisieren. Damit "versüßen" wir uns die Heimfahrt und läuten so das Wochenende ein. Heute ging das Zepter an mich. Es gab leckeres Suntory, ein japanisches Bier, was es einmal als normal (3,6 Umdrehungen) und einmal als light (3,1). Das habe ich aber auch erst entdeckt als ich dem ersten Kollegen seine Halbliterflasche in die Hand drückte...
Ich hab für die sechs Flaschen, also 3 Liter nur umgerechnet 2,40 € bezahlt. So läßt es sich hier leben.

Nur Vorsicht, sollte das Etikett der Bierflasche einen oder mehrere kleine rosa! Elefanten aufweisen, bitte vorsicht walten lassen. Dieses Bier heißt Delirium und ist ein Starkbier! Ich finds witzig. Hab, leider, bei meiner ersten Flasche vergessen ein Foto zu machen. Aber das folgt noch.

Das war`s ersteinmal wieder von mir. Bis die Tage.

Stefan


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